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Die Baustelle für das Hochhausprojekt „Four“ ist selbst für Frankfurter Verhältnisse riesig. Vier Türme entstehen gleichzeitig. Der größte soll ganze 233 Meter hoch werden.
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Die Baustelle für das Hochhausprojekt „Four“ ist selbst für Frankfurter Verhältnisse riesig. Vier Türme entstehen gleichzeitig. Der größte soll ganze 233 Meter hoch werden.

Baustelle im Bankenviertel

Neues Hochhaus-Areal in Frankfurt: Wohnen, Arbeiten und Freizeit im „Four“

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Es ist das größte Hochhausprojekt in der Geschichte von Frankfurt: Im Bankenviertel entstehen gleich vier Türme. Der Projektentwickler spricht von Hochhäusern für die Ewigkeit.

Frankfurt – Tief unter der Erde ist am Mittwoch im Frankfurter Bankenviertel der Grundstein für das Hochhausquartier „Four“ gelegt worden. Mit gleich vier Hochhäusern, die aus einem gemeinsamen mehrgeschossigen Sockel herauswachsen, bebaut der Frankfurter Projektentwickler Groß & Partner das früher von der Deutschen Bank genutzte Areal in Nähe des Roßmarkts. Sie sollen bis zu 233 Meter in den Himmel ragen.

Bis zu 2000 Menschen gleichzeitig werden nach Schätzungen des Bauherrn in den kommenden Jahren auf der selbst für Frankfurter Verhältnisse riesigen Baustelle tätig sein. Die ersten Arbeiten an dem größten Hochhausprojekt in der Frankfurter Geschichte begannen Anfang 2018 mit dem Abriss der früheren Gebäude, unter anderem eines Hochhauses. Mit der Fertigstellung rechnet der Projektentwickler für die Jahre 2023/2024.

Vielfältige Nutzung für das Hochhaus in Frankfurt – Vom Fitnessstudio bis zur Kinderbetreuung

Das Hochhausquartier wird sehr gemischt genutzt werden. Im höchsten Turm und einem 100 Meter hohen Turm entstehen gut 115 000 Quadratmeter Bürofläche. In den 178 und 120 Meter hohen Hochhäusern sollen zusammen mehr als 600 Wohnungen und je ein Hotel Platz finden. Ins Podium ziehen den Plänen nach etwa Lokale, Geschäfte, Arztpraxen, ein Fitnessstudio und eine Kindertagesstätte. Etwa 4000 Menschen könnten nach Schätzungen von Groß & Partner einmal im Quartier arbeiten.

Von den 242 Eigentumswohnungen ist schon etwa ein Drittel verkauft. Und das obwohl die Preise, wie Peter Matteo, Geschäftsführer bei Groß & Partner, auf Fragen hin sagte, im Schnitt bei etwa 15 000 Euro pro Quadratmeter liegen. 78 sozial geförderte Wohnungen entstehen, je zur Hälfte Sozialwohnungen und Wohnungen des zweiten Förderwegs. Festgelegt war eine Quote von 30 Prozent der durch den neuen Bebauungsplan zusätzlich entstandenen Wohnfläche. Außerdem entstehen frei finanzierte Mietwohnungen.

Büroflächen und öffentliche Dachterrasse im Hochhausareal „Four“ in Frankfurt

Von den Büroflächen ist bereits mehr als die Hälfte vermietet. Flächen haben sich etwa die Deka-Bank und die Kanzleien Baker McKenzie, Allen & Overy und Freshfields Bruckhaus gesichert.

Bei dem Hochhausprojekt sei man nun „leicht oberhalb des Basislagers“, sagte Jürgen Groß auf der Großbaustelle. „Wir sehen den Gipfel.“ Gemischt genutzte Gebäude seien schwierig zu realisieren, langfristig aber besser, sagte er. Und das nicht zuletzt für die Stadt. Früher sei auf dem Areal nur gearbeitet worden, nun entstehe ein Quartier, in dem Menschen auch wohnen, essen, Zeit verbringen. Das soll etwa auf einer öffentlich zugänglichen Dachterrasse möglich sein. Groß wies zudem darauf hin, dass zwei neue Plätze entstehen.

Architekt Ben van Berkel vom Amsterdamer Büro UNStudio, der seine erste Skizze für das Projekt in die Zeitkapsel für den Grundstein steckte, nannte es gerade in der jetzigen Situation wichtig, die Innenstadt zu beleben. Früher sei das Areal isoliert, nicht zugänglich gewesen.

Bezahlbarer Wohnraum mit Foodcourt für das neue Hochhausquartier „Four“ in Frankfurt

Die Stadt werde bei künftigen Hochhausentwicklungen noch mehr Wert darauf legen, dass diese der Öffentlichkeit einen Mehrwert bieten und dass die Areale zugänglich sind, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Er hob etwa hervor, dass im neuen Quartier ein zweigeschossiger Foodcourt Platz finden soll. Erstmals entstehe zudem in einem der neuen Hochhäuser in Frankfurt auch geförderter und somit bezahlbarer Wohnraum. Er lobte bei dem Pressetermin im dritten Untergeschoss des künftigen „Four“-Komplexes zudem, dass die „Hochhaus-Familie“, die in der Innenstadt entsteht, eine vorbildliche Energieeffizienz vorweise.

Groß wollte das riesige Hochhausprojekt, das auf knappem Platz entsteht, auch als Antwort auf die Flächenfrage verstanden wissen. „Wir können es uns nicht leisten, immer mehr Flächen zu versiegeln“, sagte der Projektentwickler. Das Projekt stehe zudem für eine hohe Nachhaltigkeit. Das Ensemble werde nicht, wie andere Hochhäuser, nach wenigen Jahrzehnten abgerissen, prophezeite er. „Das ist für die Ewigkeit.“ (Christoph Manus)

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