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Frankfurt: Wirtschaft weiter auf Rekordkurs

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Stadtrat Frank fordert neue Gewerbegebiete und Handwerkerhöfe in neuen Wohnarealen, damit die Wirtschaft weiter wachsen kann.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) spricht von Rekordzahlen in allen Bereichen: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Frankfurt liegt mit mehr als 595 000 zum Stichtag Ende September so hoch wie nie; der Anstieg lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit fast 22 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen auf einem Rekordwert.

Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in der Stadt liegt nach Schätzung der städtischen Wirtschaftsförderung sogar bei 717 500. Die Arbeitsplatzdichte ist in der Stadt mit gut 750 000 Einwohnern also extrem hoch. Und selbst in Branchen, die unter Druck stehen, wie Finanzdienstleistungen und Handel, legte die Beschäftigung nach Zahlen, die der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Oliver Schwebel, bei der Vorstellung der Jahresbilanz nannte, im Zeitraum bis Mitte 2018 zu. Als Ansiedlungserfolge nennen Frank und Schwebel etwa, dass der Reifenhersteller Michelin sein Büro für die Region Nordeuropa von Karlsruhe ins Gebäude Squaire am Flughafen verlegt hat und das zuvor in Limburg ansässige Pharmaunternehmen Mundipharma inzwischen im Flughafenstadtteil Gateway Gardens residiert. Insgesamt habe die Wirtschaftförderung vergangenes Jahr 22 Ansiedlungen begleitet, heißt es.

Zusammenrücken von Wohnen und Arbeit

In diesem Tempo werde das Wirtschaftswachstum in Frankfurt nicht weitergehen, warnt Frank allerdings. Die Entwicklung könne sich eintrüben. Umso wichtiger sei es, Industrie- und Gewerbeunternehmen die Sicherheit zu bieten, dass sie an ihrem Standort bleiben könnten, und Flächen für Unternehmen, die erweitern oder sich neuansiedeln zu wollen, anzubieten. Dazu müsse die Stadt – wie das die Industrie- und Handelskammer und die Gewerkschaften seit Jahren fordern – zusätzliche Gewerbeflächen ausweisen.

Das jüngst von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) vorgestellte integrierte Stadtentwicklungskonzept, das etwa Flächen am Bad Homburger Kreuz als mögliche Areale für Gewerbebetriebe benennt, sei ein gutes Papier, lobte Frank. Es könne dafür sorgen, dass die Frankfurter Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs bleibt. Obwohl die Grünen ein Gewerbegebiet an diesem Standort ablehnen, zeigte sich Frank optimistisch, dass dort oder in der Nähe, eventuell auch gemeinsam mit Bad Homburg, neue Gewerbeflächen entstehen könnten.

Frank setzt zudem wie Josef auf eine neues Zusammenrücken von Wohnen und Arbeit. Bei der Entwicklung neuer Wohngebiete könnten, ja müssten, auch Flächen zum Beispiel für Handwerker vorgesehen werden, fordert der Wirtschaftsdezernent. Und verbreitet Zuversicht, dass dies etwa am Rebstock geschehen wird, wo die städtische Wohnungsgesellschaft ABG ein neues Viertel entwickelt. Diese sei bereit, so genannte Handwerkerhöfe zu integrieren, sagt Frank.

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