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Samson will das Stammwerk in Frankfurt zum allergrößten Teil aufgeben und in Offenbach einen neuen Standort errichten. Foto: Michael Schick, Bertramstr. 19, 65185 Wiesbaden, Tagespauschale
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Samson will das Stammwerk in Frankfurt zum allergrößten Teil aufgeben und in Offenbach einen neuen Standort errichten.

Unternehmen

Frankfurt: Wirtschaft schlägt nach Umzug von Samson Alarm

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Wirtschaftsverbände warnen nach dem Wegzug von Samson, dass weitere Unternehmen Frankfurt verlassen könnten. Sie fordern mehr Gewerbeflächen.

Nach der Ankündigung von Samson, nach Offenbach zu ziehen, fordern Wirtschaftsverbände die Stadt auf, rasch neue Gewerbegebiete zu schaffen. Dieser Wegzug zeige einmal mehr, dass es im Stadtgebiet an Gewerbe- und Industrieflächen für die Neuansiedlung oder Erweiterung von Unternehmen fehle, sagt Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt.

Der Arbeitgeberverband Hessenmetall nennt den Wegzug des Ventilherstellers einen „abermaligen Warnschuss“. Friedrich Avenarius, Geschäftsführer von Hessenmetall Rhein-Main-Taunus, sieht die Gefahr, dass weitere Industrieunternehmen die Stadt verlassen. Allein die Metall- und Elektroindustrie habe schon häufiger wichtige Unternehmen verloren, weil es nicht genügend Platz für eine Erweiterung der Fabriken gegeben habe. Als Beispiel nennt er den Wegzug der Armaturenfabrik Bollin und des Maschinenbauunternehmens Poly-Clip.

In der Tat ist das Angebot an Gewerbeflächen in Frankfurt, vor allem wegen der Umwandlung von Arealen in Wohn- und Mischgebiete, in den vergangenen Jahren stark gesunken. Nach Zahlen der Stadt gingen alleine seit dem Jahr 2015 mehr als 60 Hektar Fläche für Industrie und Gewerbe verloren.

Zumindest untersucht werden soll laut einem Stadtverordnetenbeschluss die Entwicklung eines neuen Gewerbegebiets in Nieder-Eschbach. Dagegen gibt es aber große Widerstände.

IHK verteidigt Magistrat

Die Samson AG hat inzwischen auf Kritik an ihrem Wegzug reagiert. Dabei geht das Unternehmen ausführlich auf die von der Stadt angebotenen Möglichkeiten für eine Erweiterung am Standort ein. Diese Optionen seien nicht sinnvoll umsetzbar oder wären mit zu vielen Kompromissen behaftet gewesen, heißt es. Nicht zuletzt verweist Samson auf die politische Unsicherheit nach der Kommunalwahl.

Während Linke, FDP und BFF das Handeln der Stadt kritisieren, stellt sich IHK-Präsident Caspar hinter den Magistrat. Er geht davon aus, dass dieser „enorm große Anstrengungen“ unternommen habe, um Samson in Frankfurt zu halten.

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