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Frankfurt wirbt für mehr Bürgerbeteiligung

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Eine Plakatkampagne soll die Ideenplattform „Frankfurt fragt mich“ bekannter machen. Hier können Ideen an die Stadt geschickt werden - von Bolzplatz bis Zebrastreifen.

Bolzplätze, Schaukeln, Bänke und Zebrastreifen – all das und noch mehr wünschen sich Menschen auf Plakaten, die ab sofort in der Stadt zu sehen sind. Sie sind Teil der Werbekampagne für die Ideenplattform „Frankfurt fragt mich“ und sollen noch mehr Menschen für Bürgerbeteiligung begeistern.

Seit gut fünf Jahren gibt es die ganzjährige Beteiligungsplattform mittlerweile. Und viele lesen jetzt vielleicht zum ersten Mal davon, weil die Möglichkeit der politischen Teilhabe in der Mainmetropole noch nicht allzu verbreitet ist. Die Bekanntheit und Beliebtheit steige jedoch erkennbar, sagt Bürgermeister Uwe Becker (CDU) bei einer Pressekonferenz zur Plattform. Im Sommer wurde nämlich eine App veröffentlicht. Sie trägt den Namen „FFM.de“ und ließ die Nutzerzahlen nach oben schnellen. Seitdem gibt es sechsmal so viele Ideen und fast viermal so viele Unterstützungen für die Ideen im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen drei Jahre.

Mitmachen unter www.ffm.de oder per App „FFM.de“ für iOS und Android.

Das Prinzip ist schnell erklärt. Wenn ein Bürger eine Idee hat, meldet er sie in der App oder auf der Internetseite. Egal ob Radweg oder mehr öffentliche Tischtennisplatten. Damit die Idee beachtet wird, benötigt man in acht Wochen mindestens 200 Unterstützer. Anschließend wird die Idee dem zuständigen Dezernat vorgelegt, das die Machbarkeit prüft. „Keine Idee ist zu utopisch, um ihr nicht wenigstens nachzugehen“, sagt Becker. Ganz am Ende bekomme der Bürger immer eine Rückmeldung beziehungsweise Beurteilung der Idee. So erfahre man auch, warum ein Vorschlag nicht geht. Es werde ernsthaft mit jedem Anliegen umgegangen. Wer eine Idee einreicht, muss aber nicht Frankfurter sein. Auch Pendler sollten ihre klugen Ratschläge veröffentlichen, um die Stadt aufzuwerten.

Eine Idee, die machbar war und nun umgesetzt wird, stammt von einer Frankfurterin. Sie wünschte sich im März mehr Tischtennisplatten auf dem Riedberg. Der Bürgermeister berichtet, dass es zwei neue Platten geben werde. Die erste noch dieses Jahr, die zweite dann 2020.

Eine andere Idee stammt aus dem Jahr 2018. Ein Bürger wünschte sich eine Befestigung eines Trampelpfades an der Tramhaltestelle Ostbahnhof. Die Planung dafür laufe, bald werde gepflastert.

Eine Idee, die es nicht geschafft hat, war der Ruf nach einer autofreien Leipziger Straße. Trotz mehr als 300 Unterstützern liegt das Vorhaben auf Eis, da eine intensive Prüfung die Zustimmung der Bewohner und Geschäftsleute sowie einen Antrag des Ortsbeirats benötige.

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