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Frankfurt: „Wir erwecken das Theater“

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Die Komödie und das Fritz Rémond Theater im Zoo öffnen nach langer Corona-Pause wieder. Fürs Publikum ändert sich so manches.

Wenige Tage sind es noch, bis sich die Säle der Komödie und des Fritz Rémond Theaters im Zoo nach der langen Corona-Pause erstmals wieder füllen dürfen. Fest steht, dass in der Komödie am 4. September die Premiere von „Komplexe Väter“ gezeigt werden soll, das Fritz Rémond Theater im Zoo wiederum will am 9. September mit dem Krimi „Ein mörderischer Unfall“ in die Saison starten. Doch am Konzept für die Wiedereröffnung kann sich jederzeit noch etwas ändern – Theaterdirektor Claus Helmer will flexibel auf mögliche Änderungen der Corona-Regelungen reagieren.

Bis auf den Krimi zum Saisonauftakt im Fritz Rémond Theater seien die Stücke bereits für die vergangene Saison geplant gewesen, sagt Helmer. In diesem Jahr zeigt die Komödie etwa von Ende Oktober an noch „Eine unerwartete Freude“ und ab Mitte Dezember „Wochenend-Affären“. Im Fritz Rémond Theater wird von Ende Oktober an Ferdinand von Schirachs „Gott“ und von Anfang Dezember an die Komödie „Wir sind keine Engel“ aufgeführt.

Die Corona-Regelungen sehen einige Änderungen beim Theaterbesuch vor: Alle etwa eineinhalbstündigen Stücke sollen zunächst ohne Pause gespielt werden und im Foyer wird nichts verkauft. Die Plätze werden nach dem Schachbrettprinzip verteilt, sodass voraussichtlich durch die Reihen versetzt immer zwei Plätze zusammenliegen und dann zwei Plätze unbesetzt bleiben. So kann mit ungefähr 180 Plätzen in der Komödie und 160 möglichen Gästen im Fritz Rémond Theater etwa die halbe Auslastung erreicht werden.

Abonnements werden in diesem Jahr nicht verkauft: Helmer kontaktierte die Abonnent:innen wegen dieser Änderung und bekam oft „rührende Briefe“ zurück, wie er erzählt. Viel Abonnent:innen wollten bereits in der vergangenen Saison ihr Geld nicht zurück und spendeten es stattdessen. Entgegen den Angaben im Spielplan ist etwa für das Fritz Rémond Theater in diesem Jahr nur das Freie-Wahl-Abonnement verfügbar – die Abonnent:innen dürfen alle sieben statt der in anderen Saisons üblichen sechs Produktionen sehen. Die eine Produktion mehr sei Helmers „Dank an alle, die treu geblieben sind“.

Bis die Zuschauer:innen wieder Platz nehmen, will sich Helmer noch mit Michael Quast von der Fliegenden Volksbühne und Daniel Nicolai vom English Theatre besprechen, um einen einheitlichen Umgang mit den aktuell geltenden Regelungen zu finden. Er sieht noch einige Probleme auf die Theater zukommen – doch er sagt auch, dass sich an einer Sache nun auch nichts mehr ändern könne: „Ich war mein Leben lang optimistisch.“

Die aktuellen Spielpläne der Komödie und des Fritz Rémond Theaters im Zoo sind auf den Internetseiten der Häuser zu finden.

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