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Das Hausener Freibad, Ludwig-Landmann-Straße 341, bekommt eine Traglufthalle und kann damit in die Wintersaison starten. PK um 18 Uhr, Gäste dürfen um 19 Uhr ins Wasser.
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Das Hausener Freibad, Ludwig-Landmann-Straße 341, bekommt eine Traglufthalle und kann damit in die Wintersaison starten. PK um 18 Uhr, Gäste dürfen um 19 Uhr ins Wasser.

Frankfurt

Frankfurt: Wintersaison im Freibad beginnt - Traglufthallen als Interimslösung für Rebstockbad

  • Sonja Thelen
    VonSonja Thelen
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Traglufthalle in Frankfurt-Hausen eröffnet als Interimslösung für das Rebstockbad, das bis mindestens 2026 umgebaut wird.

Frankfurt - Seit gestern Abend ist die Traglufthalle im Freibad Hausen für den Schwimmbetrieb eröffnet. Damit startet das traditionsreiche Freibad in seine erste Wintersaison. Sportdezernent Mike Josef (SPD) und der Geschäftsführer der Bäder-Betriebe Frankfurt (BBF), Boris Zielinski, gaben gemeinsam den Betrieb in der Sportstätte frei. Die Traglufthalle schafft die dringend benötigte Ersatzwasserfläche für das geschlossene Rebstockbad. Neben Freizeitschwimmern werden 15 Schulen und 40 Vereine das „Hallenbad Hausen“ nutzen.

Mit einer Länge von 56 Metern, einer Breite von 15 Metern und einer Höhe von 15 Metern ist sie „deutschlandweit eine der größten Traglufthallen“, sagte Mike Josef. Tatsächlich wirkt die Halle hoch und luftig. In ihrem Innern wird ein Raumvolumen von 25 000 Kubikmetern auf 30 Grad gehalten. Die Traglufthalle, deren Außenhaut aus mehreren Lagen Kunststofffolie besteht, wurde energetisch so konzipiert, dass möglichst wenig Energie verloren geht, erklärte der Sportdezernent. Wegen der Corona-Pandemie wurde eine zusätzliche Lüftungsanlage eingebaut. Die L-förmige Beckenanlage ist über einen beheizten und eingehausten „Löwengang“ mit dem Umkleidetrakt verbunden, der mit einer Thermowand in eine „Ganz-Jahres-Umkleide“ umgebaut wurde.

Frankfurt: Rebstockbad wird noch Jahre geschlossen sein

Zwei Jahre haben Architekt Lars Waldeck und „bhl consultants“ an der Planung gearbeitet. Erste Arbeiten für die Erdverankerung wurden im Herbst 2020 erledigt. „Es wurde kein Baum gefällt und keine zusätzliche Fläche versiegelt“, betonte Josef. Vor Beginn der Sommersaison werde die Halle demontiert und in nummerierte Pakete verpackt, bis sie im Herbst 2022 wieder errichtet wird, erklärte BBF-Chef Zielinski. Während die Montage jetzt sechs Wochen gedauert hat, rechnet Zielinski künftig mit jeweils drei Wochen für Ab- und Aufbau. Mindestens bis 2026 wird das „Hallenbad“ Hausen die Interimslösung für das Rebstockbad sein, bis der Neubau fertig ist, so Josef und Zielinski.

Prinzipiell seien die Wasserflächen für Schulen und Schwimmvereine in Frankfurt knapp. Die Miete für die Halle koste im Jahre 500 000 Euro. „Daher kann ich mir die Traglufthalle als zukunftsfähige Lösung in den Stadtteilen vorstellen“, so der Dezernent. Sein Ziel ist, dass Frankfurter Schüler:innen „bis zum achten, neunten Lebensjahr an einem Schwimmkurs teilgenommen haben“. Auch Michael Ulmer macht massive Kapazitätsengpässe aus.

Frankfurt: Aufnahmestopp für Schwimmvereine

„Bei unseren Schwimmvereinen herrscht Aufnahmestopp“, sagt der Vorsitzende des SSC Sparta, der zugleich Sportdirektor der Schwimmgemeinschaft (SG) Frankfurt und der sportliche Leiter des 1. Frankfurter Schwimmclubs (EFSC) ist. Mit ein Grund hierfür seien derzeit vier defekte Schulschwimmhallen von stadtweit sieben. Auch fehle in Frankfurt nach wie vor ein 50-Meter-Becken, so Ulmer. Mit vier Aktiven bei den Olympischen Spielen war der EFSC der zweitstärkste deutsche Schwimmclub. Trainiert hatten die Sportler:innen allerdings beim Landessportbund. Aber trotz aller Herausforderungen: Sabine vom Schwimmverein Moenus war „schon ganz gespannt“, in dieser lichten hellen Halle das erste Mal in das spiegelglatte Wasser einzutauchen.

Die Traglufthalle im Freibad Hausen (Ludwig-Landmann-Straße 341) ist montags bis freitags von 6.30 bis 9.30 Uhr und von 16 bis 22 Uhr sowie samstags und sonntags von 6.30 bis 22 Uhr geöffnet, www.frankfurter-baeder.de.

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