Stadtquartier

Frankfurt: BFF will Wohnungen neben der Bundesbank

  • Georg Leppert
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BFF-Fraktion legt Pläne vor für ein Stadtquartier nahe der Bundesbank vor. Rund 2000 Menschen sollen in dem Viertel leben können.

Die BFF-Fraktion im Römer plädiert für ein Stadtquartier nördlich der Bundesbank. Auf dem Gelände, das derzeit von mehreren Sportvereinen genutzt wird, könnten zwischen 800 und 900 Wohnungen entstehen, sagte Fraktionschef Mathias Mund am Dienstag. Den Vereinen will die BFF Ausweichflächen anbieten.

Dem Antrag, den die Fraktion in der nächsten Sitzung der Stadtverordneten stellen will, liegen Pläne des Architekten Karl Richter zugrunde. Er könnte sich vorstellen, dass nördlich der Wilhelm-Epstein-Straße eine fünf- oder sechsgeschossige Bebauung entsteht. Rund 2000 Menschen könnten in dem Viertel leben.

Eine neue Heimat müssten sich die Griechische Sportunion, der FC Maroc und der FC Kosova suchen. Richter schlägt drei Flächen als Alternative vor: in Niederursel, im Niddatal und in Westhausen. Richter räumte ein, er habe keine Informationen darüber, ob die Ansiedlung zusätzlicher Vereine auf den Flächen möglich ist. Auch hat noch niemand mit den Klubs über diese Pläne gesprochen. Bei der Fläche in Niederursel kommt ein weiteres Problem hinzu: Planungsdezernent Mike Josef (SPD) möchte dort den umstrittenen neuen Stadtteil im Nordwesten Frankfurts schaffen. Diesen lehnt die BFF ab. Aber selbst wenn er gebaut werden sollte, wäre das für Richter kein Ausschlusskriterium für die Ansiedlung der Vereine. Schließlich müssten auch im neuen Stadtteil Sportflächen angelegt werden.

Das Quartier nördlich der Bundesbank könne auch die benachbarte Platensiedlung aufwerten, in der es in den vergangenen Jahren Probleme mit Dealern und randalierenden Jugendlichen gegeben hatte, sagte Mund. 

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