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Rosemarie Heilig hat zur Diskussion in die evangelische Akademie geladen.
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Rosemarie Heilig hat zur Diskussion in die evangelische Akademie geladen.

Passivhäuser

Frankfurt will Vorreiter bleiben

  • VonMoritz Elliesen
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Umweltdezernentin Rosemarie Heilig hält am Passivhaus fest. In der evangelischen Akademie findet eine Diskussion über die Zukunft statt.

Für die grüne Umweltdezernentin Rosemarie Heilig gibt es keinen Grund vom Passivhaus abzurücken. Daran änderte auch eine Veranstaltung am Montag nichts, bei der Heilig vier Experten zu einer Diskussion über die Zukunft des Passivhauses in Frankfurt in die evangelische Akademie eingeladen hatte. Sie habe Kritikern die Möglichkeit bieten wollen, ihren Unmut zu äußern und ins Gespräch zu kommen, erklärte Heilig.

Frankfurt ist Vorreiter in Sachen Passivhaus: Seit 2010 werden alle öffentlichen Gebäude von der Feuerwehrwache bis zum Kindergarten nach dem Passivhausstandard gebaut. Auch die städtische Wohnungsgesellschaft ABG setzt auf die energiesparende Bauweise. Sie habe inzwischen mehr als 2800 Wohnungen nach Passivhausstandard in ihrem Bestand, berichtete deren Geschäftsführer Junker. Unter anderem deshalb bescheinigte der Architekt und Passivhaus-Experte Burkhart Schulze Darup Frankfurt eine bundesweite Vorreiter-Rolle beim energiesparenden Bauen.

Heilig sieht in der Geschäftspolitik der ABG einen wichtigen Beitrag zu dem Ziel, Frankfurt bis zum Jahr 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Um das zu schaffen, sei es auch beim Bauen wichtig, auf eine ausgeglichene Energiebilanz zu achten, sagte sie.

Passivhäuser zeichnen sich durch eine besondere Wärmedämmung und Isolierung aus - dadurch wird die von Bewohnern und Haushaltsgeräten ausgestrahlte Wärme im Haus gehalten. Sie haben außerdem ein spezielles Lüftungssystem, mit dem die Zufuhr von Frischluft ohne ständiges Öffnen der Fenster sichergestellt werden soll.

Vor allem über die Luftqualität in Schulen, die nach Passivhausstandard gebaut sind, gibt es immer wieder Beschwerden von Eltern. Den Vorwurf, dass die Frischluftzufuhr nur mangelhaft sei, wollte Junker nicht gelten lassen. Das Problem sei vielmehr, dass die Hausmeister die Lüftungsanlagen oft falsch bedienten, sagte er. Deshalb werde in Zukunft in allen Neubauten der ABG ein dafür zuständiger Haustechniker die Anlage regulieren.

Auch Ralf Bermich, der Leiter des Amtes für Umweltschutz in Heidelberg, berichtete von vergleichbaren Erfahrungen. Umfragen in der weltweit größten Passivhaussiedlung im Heidelberger Stadtteil Bahnstadt hätten ergeben, dass 75 Prozent der Anwohner zufrieden seien. Ärger gebe es vor allem dann, wenn die Bewohner von Passivhäusern nicht richtig über die Funktionsweise informiert wurden, sagte Bermich.

Dass so wenig Kritik geäußert wurde, dürfte auch an der Zusammensetzung des Podiums gelegen haben - dort saßen ausschließlich Befürworter des Passivhauses.

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