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Frankfurt will Solaranlagen bis 2035 auf Dächer bringen

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Von: Sandra Busch

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Photovoltaikanlagen sollen auch auf private Dächer.
Photovoltaikanlagen sollen auch auf private Dächer. © dpa

Die Stadt will die Nutzung von Solarenergie ausbauen. Solaranlagen sollen auf private Dächer.

Die Stadt will die Nutzung von Solarenergie ausbauen. Auf Antrag der Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt stimmten die Stadtverordneten am Donnerstagabend mehrheitlich für eine „Solaroffensive“. Bis möglichst 2035 sollen auf allen privaten Dachflächen, auf denen es möglich ist, Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen in Betrieb genommen werden können. „Es ist dringend notwendig, um die lokale Treibhausgasemission zu senken“, sagte David Edelmann (Grüne).

Eine kostenlose Beratung soll angeboten werden, die sich an Unternehmen, private Haushalte und Vereine richtet. Sie sollen über eine gezielte Kampagne informiert werden, eine Internetseite der Stadt alle wichtigen Informationen bündeln. „Die Bürgerinnen und Bürger müssen auf Angebote aufmerksam gemacht werden“, sagte Anna Pause (SPD). Und Peter Paul Thoma (FDP) sagte, dass viele Bürger:innen an demokratischen Hürden scheiterten. Er setze nun große Hoffnung in die Beratung.

Und in die finanzielle Unterstützung. Denn ein Förderprogramm für Solaranlagen soll auch aufgelegt werden. Das gebe es auch in anderen Städten, sagte Edelmann. Man wolle es auf deren gute Erfahrung aufbauen. „Es gibt dort eine hohe Nachfrage und ist schnell ausgeschöpft.“ Außerdem sei das Nutzen von Solarenergie nicht nur dringend notwendig, es sei auch eine Chance. „Selbstproduzierter Solarstrom ist günstiger als Hausstrom“, sagte Edelmann. Glücklicherweise habe Frankfurt viel Potenzial für die Nutzung von Solarenergie: „Wir haben viele Sonnenstunden und viele Dächer.“ Martin Huber (Volt) sagte, dass die Stadt aber bisher nur 3,5 Prozent des bestehenden Solarenergiepotenzials auf den Dachflächen bisher nutzen würde. „Wir lassen viel Energie verstreichen.“

Die CDU sieht es als gemeinsame Aufgabe an, dass „öffentliche Hand und private Eigentümer zusammengebracht werden“, sagte Yannick Schwander. „Wir strecken die Hand für einen gemeinsamen Klima- und Umweltschutz aus.“ Allerdings sei schon viel Zeit verloren gegangen. Die CDU habe einige Anträge mit ähnlichem Inhalt gestellt, die abgelehnt worden seien. Auch die Linken kritisierten, dass es nicht schnell genug mit der Solaroffensive gegangen sei. Die Linken hätten seit Jahren Anträge dazu gestellt, sagte Pearl Hahn. Und die Grünen, die seit 30 Jahren in der Regierung seien, hätten nichts getan, um den Ausbau der Solaranlagen voranzutreiben. Für Herbert Förster (Piraten) sollte nicht das Ziel sein, bis „möglichst 2035“ die Anlagen auf den Dächern installiert zu haben. „Die Stadt darf sich keine Zeit lassen, der Klimawandel lässt uns keine Zeit.“

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