1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt will mehr Solarenergie

Erstellt:

Von: Christoph Manus

Kommentare

Solarmodule einer Photovoltaikanlage stehen auf dem Dach der Frankfurt School. Nach Willen der Römer-Koalition entstehen bald deutlich mehr solcher Anlagen im Frankfurter Stadtgebiet.
Solarmodule einer Photovoltaikanlage stehen auf dem Dach der Frankfurt School. Nach Willen der Römer-Koalition entstehen bald deutlich mehr solcher Anlagen im Frankfurter Stadtgebiet. © dpa

Die Stadt Frankfurt will das Solarpotenzial, das Dächer im Stadtgebiet bieten, besser nutzen. Das will sie mit einer Infokampagne und einem Förderprogramm erreichen.

Bei der Nutzung von Solarenergie gibt es in Frankfurt noch viel Luft nach oben. Gerade einmal 1535 Photovoltaik-anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 35 000 Kilowatt Peak gab es etwa nach einem Bericht des Magistrats im Jahr 2019 im Stadtgebiet. Damit wurden nur rund 3,5 Prozent des laut Solarkataster Hessen bestehenden Potenzials genutzt, das die Dachflächen von Wohn-, Gewerbe- oder Industriegebäuden für Photovoltaik bieten.

Die Stadt Frankfurt selbst betreibt derzeit 40 Photovoltaik-anlagen mit einer Leistung von 1,11 Megawatt Peak. Größere Anlagen stehen etwa auf dem Gelände einer Biokompostanlage und auf Gebäuden des Entsorgungsbetriebs FES. Auf städtischen Liegenschaften befinden sich zudem 70 fremdfinanzierte Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 9,7 Megawatt Peak; sehr große stehen etwa auf dem Dach des Frischezentrums und der Messehalle 12.

Die städtische „Solaroffensive“ soll das Ausbautempo nun deutlich beschleunigen. Das Ziel: Möglichst schon bis 2035 sollen auf allen privaten Dachflächen, auf denen dies möglich ist, Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen installiert und in Betrieb genommen werden können. Das soll einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität leisten, die die Stadt im selben Jahr erreichen will, aber auch zu sinkenden Energiekosten und einer größtmöglichen Unabhängigkeit vom Import fossiler Energie führen.

Erreichen will die Stadt dieses Ziel mit mehreren Maßnahmen: Der Magistrat bündelt künftig alle Informationen zum Ausbau auf einer einzigen Internetseite und entwickelt eine Info-Kampagne für Haushalte, Unternehmen und Vereine. Diese sollen zudem eine kostenlose unabhängige Beratung zum Thema erhalten. Nicht zuletzt soll der Magistrat ein städtisches Förderprogramm zum Ausbau der Solarenergienutzung auf privaten Liegenschaften auflegen.

Motivierend wirken soll auch die Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb „Wattbewerb“. Dabei setzen sich die teilnehmenden Städte jeweils zum Ziel, die installierte Photovoltaik-Leistung pro Kopf in ihrem Stadtgebiet zu verdoppeln. (cm)

Auch interessant

Kommentare