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Frankfurt

Frankfurt will Lebensfreude an Kinder zurückzahlen

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) stellt Maßnahmenpaket „Frankfurt zaubert“ vor. Ziel sind fröhliche Angebote zur Entlastung von Kindern mit Corona-Folgen.

Mit Kuli hat ein Schüler oder eine Schülerin auf dem ausgehängten Zettel im Museum geschrieben: „Durch Corona habe ich eine soziale Phobie bekommen. Bus und Bahn fahren ist der Horror für mich geworden. Die Homeschoolingzeit war auch sehr überfordernd. Ansonsten hat meine mentale Gesundheit durch die ganzen Einschränkungen sehr gelitten.“

Den Frankfurter Kindern, die seit anderthalb Jahren von der Corona-Krise gebeutelt seien, solle Lebensfreude zurückgezahlt werden. So drückt es Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) aus, als sie am Dienstag das Maßnahmenpaket „Frankfurt zaubert“ im Museum für Kommunikation vorstellt, unweit des Ausstellungsprojekts „Ohne Worte“.

Es soll ein sehr fröhliches, positives Angebot sein: mit Bewegung, Spiel, Spaß. Die Zielgruppe seien Kinder bis zu zehn Jahren. Das Maßnahmenpaket richte sich an Kitas und Schulen und sei in Kooperation mit Vertretungen des Jugendhilfeausschusses und Bildungspartner:innen wie dem Sportkreis Frankfurt, dem Museum für Kommunikation oder der Musikschule entwickelt worden.

Angebote

Eine Bündelung der ersten Angebote für Schulen und Kitas gibt es zunächst auf : www.isep.frankfurt macht schule.de/ Nach den Sommerferien soll „Frankfurt zaubert“ eine eigene Website haben. Angebote sollen ausgebaut werden.

Qualifizierungsangebote für Fachkräfte: www.qualifizierung.frankfurt macht schule.de/de rose

Die Stadt stellt als Vorfinanzierung 500 000 Euro zur Verfügung. „Wir gehen davon aus, dass das Corona-Aufholprogramm des Bundes demnächst abrufbar sein wird und die Schulen auch über das Landesprogramm Mittel erhalten“, sagte Weber. Das Angebot sei auf bereits bestehenden Programmen aufgebaut. Der Regionalleiter der Musikschule Frankfurt, Mathias Metzner, will Musiktherapie an mehr Grundschulen anbieten. „In Kleingruppen musizieren Kinder, die Förderbedarf haben, mit Instrumenten oder ihrer Stimme. Es geht darum, dass gerade, wenn ihnen Sprache nicht zur Verfügung steht, sie die Möglichkeit haben, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.“

Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreises Frankfurt, betonte, wie wichtig es sei, dass für Kinder Sport mehr nur als Wettbewerb sei. Mit dem bereits bestehenden Projekt „Schulkids in Bewegung“ will der Sportkreis für das Selbstwertgefühl und gegen den Bewegungsmangel, der pandemiebedingt zugenommen habe, angehen.

Auch sei ein Ziel, weg von Großveranstaltungen hin zu mehr Aktivitäten, bei denen Eltern und Kinder miteinander Sport machten. „Neu ist, dass alle Kinder, die nach den Sommerferien eingeschult werden, einen Bewegungsbeutel geschenkt bekommen. Darin sind beispielsweise Bälle, Frisbee, eine Trinkflasche.“ Wichtig sei es, neue Regeln zu haben, in einer Welt, die mit dem Virus leben werde.

Corinna Engel vom Museum für Kommunikation steht unweit der partizipativen Ausstellung „Ohne Worte“. Diese solle in Workshops für Schulen weitergehen. Die Bilder, Fotos, Texte aus dem Corona-Alltag der Schüler:innen seien „ein Spiegel in die Seelen“, sagt Engel.

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