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Eine neue Radarfalle in Frankreich hat es auf lärmende Motorräder und Autos abgesehen. Bruitparif/dpa
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Eine neue Radarfalle in Frankreich hat es auf lärmende Motorräder und Autos abgesehen. Bruitparif/dpa

Mobilität

Frankfurt will keine Lärmblitzer

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Was tun, wenn Autos und Motorräder zu laut sind? Paris und weitere Städte testen Lärmblitzer. Frankfurt hält sich zurück, obwohl es Beschwerden wegen des Lärms gibt.

Frankfurt - In Fechenheim, Seckbach und im Riederwald sind die Anwohnerinnen und Anwohner vom Lärm vorbeifahrender Autos und Motorräder genervt. Der zuständige Ortsbeirat 11 hat den Magistrat gebeten, die Lärmbelästigung mit Hilfe sogenannter Lärmblitzer kontrollieren zu lassen.

Oft werde die Autobahn 66 vom Riederwald nach Maintal von Autoposern als Rennstrecke genutzt, teilte der Ortsbeirat mit. Auf der Wächtersbacher Straße würden in der Nähe des Harley-Davidson-Geländes laute Motorräder vorgeführt. Auf der Hanauer Landstraße fänden nachts zwischen Ratswegkreisel und Mainkur lautstarke Fahrten statt.

Lärmblitzer in Frankfurt: Es fehlen die Rechtsgrundlage und die Zulassung

Der Magistrat teilte nun mit, der Anregung des Ortsbeirats könne nicht entsprochen werden. Für Lärmblitzer fehle die Rechtsgrundlage und die Zulassung. Daher sei auch „die Überlegung entbehrlich, ob derartige Systeme von der Landespolizei angeschafft werden sollten“, heißt es. Der Magistrat verweist auf die Aktivitäten der Sondereinheit „Kart“ der Landespolizei, die Autos und Motorräder, welche nicht ordnungsgemäß zugelassen sind, regelmäßig kontrolliert.

Keine Auskunft gibt der Magistrat dazu, ob er gedenkt, sich über den Hessischen oder den Deutschen Städtetag politisch für sogenannte Lärmblitzer einzusetzen oder wie er die Anwohnerinnen und Anwohner in Fechenheim, Seckbach und im Riederwald anderweitig vor dem Lärm schützen will. Laut Ortsbeirat sind die Lärmbelästigungen vor allem nachts und in der wärmeren Jahreszeit zu hören. In den drei Stadtteilen wohnen rund 30 000 Menschen.

Neufahrzeuge müssen Grenzwert von 72 Dezibel einhalten

Der Magistrat in Frankfurt verweist indes auf einen Prüfbericht der Stadt Hannover. Demnach müssten Neufahrzeuge mit einer Erstzulassung ab Juli 2016 einen Grenzwert von 72 Dezibel einhalten. Ab Juli 2022 gelte für Neufahrzeuge ein Grenzwert von 70 Dezibel, ab Juli 2026 von 68 Dezibel. Für Fahrzeuge, die vor Juli 2016 zugelassen wurden, gälten keine einheitlichen Grenzwerte.

Auch die Stadt Hannover bezieht sich auf die fehlende Gesetzgebung durch Bund und Land sowie die erforderliche Anpassung Bußgeldkatalogs. Ein Überwachungsgerät, das gerichtsfest sei, sei noch nicht zugelassen.

Anders in Amsterdam, Paris und sieben weiteren französischen Städten: Dort werden bereits Lärmblitzer erprobt. In Frankreich wird das Radarsystem „Méduse“ (deutsch: Qualle) mit vier Mikrofonarmen eingesetzt. Ein Lärmradar ist mit einer Kamera und einem Kennzeichenlesegerät verbunden, um die Halterinnen und Halter des Fahrzeugs ausfindig zu machen. (Florian Leclerc)

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