Bildung

Frankfurt will den digitalen Unterricht ausbauen

  • schließen

Die Schulen sollen Laptops an Kinder und Jugendliche verleihen, auch Videokonferenzen sind geplant.

Die Frankfurter Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) will das digitale Lernen an den Frankfurter Schulen fördern. In einem für die Stadt beschlossenen Digitalpakt stehen dafür knapp 50 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld war dafür gedacht, die Ausstattung der Schulen in den kommenden Jahren zu verbessern.

Nun sollen die Schulen möglichst schnell ins digitale Zeitalter geführt werden. Denn auch wenn am Montag zumindest ein Teil der Schülerinnen und Schüler wieder in den Unterricht darf: Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen wird weiterhin daheim lernen müssen. „Die bisherigen Wochen im Homeschooling haben gezeigt, dass sich die Schere weiter geöffnet hat zwischen Kindern, die zu Hause Unterstützung und eine passende Ausrüstung vorfinden, und denjenigen, in deren Familien das nicht leistbar ist“, stellt Weber fest.

Als ersten Schritt gibt die Stadt Frankfurt den Schulen die Möglichkeit, Laptops und andere mobile Endgeräte an die Kinder und Jugendlichen zu verleihen. Die Schulträger könnten nicht erwarten, dass alle Schülerinnen und Schüler über die entsprechende Technik verfügen.

Zudem setzt Sylvia Weber auf Videotechnik. Ähnlich wie derzeit viele Beschäftigte sollten Schülerinnen und Schüler an Videokonferenzen teilnehmen. Ihre Lehrerinnen und Lehrer sollen dafür virtuelle Klassenzimmer einrichten. Die Schulen sollen Kameras zur Verfügung stellen.

Für die Fortbildung der Lehrkräfte bietet das Medienzentrum Frankfurt 50 Onlinekurse an. Das Schulportal des Landes müsse ausgebaut werden, sagt Weber, derzeit sei es oft überlastet. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare