Verkehr

Frankfurt: FDP will Autos auf dem Mainkai

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Die Freidemokraten erklären den Verkehrsversuch für gescheitert und schließen sich der Forderung der CDU im Römer an.

Einen Tag, nachdem die CDU-Fraktion das Ende der Mainkai-Sperrung gefordert hat, schließt sich die FDP-Fraktion dieser Haltung an. „Es ist inzwischen offensichtlich, dass der Verkehrsversuch gescheitert ist“, sagte die FDP-Fraktionsvorsitzende Annette Rinn, die damit eine Kehrtwende begründet. Im Sommer hatte die FDP im Römer wie die Mehrheit der Stadtverordneten der Sperrung der nördlichen Mainuferstraße für den Autoverkehr zugestimmt.

Nach dem anhaltenden Bürgerprotest der Initiative „Sachsenhausen wehrt sich“, deren Sprecher Herbert Schmoll fast täglich eine E-Mail wider die Sperrung an einen großen Verteiler schickt, bröckelt die Allianz derjenigen, welche die Öffnung des Mainkais für Fußgänger und Radfahrer verteidigen. Dies sind derzeit die SPD, Grüne, Linke und „Die Fraktion“ im Römer.

Wie die FDP-Fraktionsvorsitzende Rinn ausführte, sei Sachsenhausen überproportional vom Ausweichverkehr betroffen. Es sei schlicht nicht gerecht, „die Anwohner einer Straße komplett vom Verkehr zu befreien und dafür andere Straßen doppelt zu belasten“, sagte sie.

Dem Antrag des Ortsbeirats 5, der für Sachsenhausen zuständig ist, und der eine Fahr- und eine Radspur pro Richtung auf dem Mainkai errichten will, habe die FDP schon zugestimmt. „Es hat sich gezeigt, dass man nicht einfach eine Straße sperren und darauf hoffen kann, dass sich der Verkehr in Luft auflöst“, sagte Rinn, die sich von den Interessenverbänden IHK und Handwerkskammer unterstützt sieht.

Die CDU im Römer kündigte an, die Aufhebung der Sperrung innerhalb der Koalition zu beantragen. Aussicht auf Erfolg hat der Antrag allerdings nicht, da SPD und Grüne nicht zustimmen wollen. Nach Beschluss der Stadtverordneten läuft die Sperrung des Mainkais noch bis August 2020. Derzeit sind zwei autonome Kleinbusse auf der Straße unterwegs. Eine Eisbahn zieht Besucher an. fle

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