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Frankfurt: Wettbewerbe für Duos

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Die Kinder schleudern ein Plastikhuhn - der Papa (Mitte hinten) schaut zu. Monika Müller
Die Kinder schleudern ein Plastikhuhn - der Papa (Mitte hinten) schaut zu. Monika Müller © Monika Müller

Generationsübergreifende Teams treten beim Familiensportfest an.

Die Idee entsprang Amir Jemours Erfahrung. Der Vater zweier Söhne, Sayel, jetzt vier, und Danyal, mittlerweile sechs Jahre alt, besuchte öfter mit den Kleinen Mitmachangebote. Doch während der Nachwuchs sich vergnügte, wartete der Mitarbeiter des Sportkreises Frankfurt vergeblich darauf, dass man auch an die Erwachsenen dachte. „Ich wurde gezwungen, Kaffee und Kuchen in mich hineinzustopfen“, erzählt Jemour mit einem schelmischen Lächeln. Er aber hätte sich lieber bewegt.

Gemeinsam mit seiner damaligen Kollegin Jasmin Czogalla entwickelte er daraufhin ein Konzept für das Frankfurter Familiensportfest. Statt dass sich dabei, wie in früheren Jahren im Brentanobad, Vereine und Verbände einfach nur mit ihren Offerten präsentieren, wurde ein Wettbewerb für Duos geschaffen: Vater und Sohn, Mutter und Tochter, Großelternteil mit Enkel – die Mini-Teams sollen generationsübergreifend sein, damit die Großen den Kleinen nicht nur zuschauen, sondern sich selbst sportlich betätigen. Bestenfalls entsteht sogar ein familieninternes Duell, bei dem sich beide gegenseitig zu Höchstleistungen hochschaukeln. Denn dann erhöhen sich die jeweiligen Chancen, im Wettkampf mit allen anderen einen der Hauptpreise zu ergattern.

Zur Premiere im aktuellen Modus, als die Corona-Krise noch strengere Regeln erforderte, fanden sich etwa 80 Zweiergespanne in der Fabriksporthalle ein, wo das Event unter dem Dach der „Europäischen Woche des Sports“ eine neue Heimat gefunden hat. Diesmal hatten sich bereits im Vorfeld mehr gemeldet.

Zu den Ersten, die sich am Vormittag beim Slalom mit Hockeyball und -schläger einfanden, zählte Zacharias aus Fechenheim mit seinem fünf Jahre alten Sohn Noah. Die beiden versuchten, die Aufgabe erst einmal gemeinsam zu meistern. Als Soldat, verriet der Vater, müsse er sowieso ständig im Training sein. Seinen Kindern wolle er die gleiche Lust an Bewegung vermitteln.

Doch es gab noch so viel anderes zu entdecken: Cricket, Flagfootball und Basketball. Gummihühner wurden mit Stöcken über einen Parcours getrieben, bei den Cheerleadern der Pirates entstanden kleine Menschenpyramiden. Dazwischen gab es aber auch Riech-, Tast- oder Reaktionsspiele, und auch im Rollstuhl war manche Schwelle zu überwinden.

„Am Ende sind aber alle Sieger“, sagt Jemour. Nicht nur, weil es für jeden ein T-Shirt und kleine Geschenke gibt. Der Spaß, den die Paare hätten, sei unbezahlbar. Zudem täten sie auch ihren Körpern Gutes und lernen neue Sportarten kennen.

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