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Unruhestifter

Drangsaliertes Paar flieht vor Nachbar

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Bedrohte Mieter in der Niedenau sind aus Angst vor dem Nachbarn umgezogen – der Vollzug der Räumungsklage zieht sich.

Sina und Nasir haben aufgegeben. Das junge Paar, das seit Monaten von einem Nachbarn im Westend drangsaliert und bedroht wird, ist ausgezogen. „Wir haben den Kampf gegen die Kriminalität verloren, uns bleibt nur die Flucht“, sagt Nasir.

Die FR hatte Anfang Oktober von dem ausufernden Nachbarschaftsstreit in der Niedenau berichtet. Vom bellenden Kampfhund, dem Geruch von Drogen, nächtlichen Ruhestörern, einem prügelnden Besucher und einer toten Taube vor der Haustür, verbunden mit vagen Drohungen. Zahlreiche Polizeieinsätze haben die Situation nicht befriedet.

Gegen den unliebsamen und bereits polizeibekannten Nachbarn liegen mehrere Anzeigen vor wegen Beleidigung, Bedrohung und des Verdachts auf Drogenhandel. Das hilft Sina und Nasir allerdings genauso wenig wie der Umstand, dass der Unruhestifter seit April keine Miete mehr gezahlt hat und eigentlich schon längst aus der Wohnung raus sein sollte.

Keine Miete mehr gezahlt

Eine Unternehmerin hatte ihre Wohnung wegen eines Auslandsaufenthalts für ein Jahr an ihn untervermietet und das Geld dafür im Voraus erhalten. Doch zum vereinbarten Zeitpunkt Ende März war der Mann einfach nicht ausgezogen. Sehr zum Leidwesen des jungen Paars, das seine Wohnung im Mai bezog, und der 70-Jährigen, die wieder in ihre Wohnung wollte, seitdem aber bei Bekannten unterkommen muss. Ende Oktober hatte sie vor dem Amtsgericht eine Räumungsklage erwirkt, doch der Vollzug lässt auf sich warten. „Wenn ich Glück habe, komme ich im Januar in die Wohnung“, sagt die Unternehmerin, die damit auch die Feiertage außerhalb der eigenen vier Wände verbringen muss.

Die beauftragte Gerichtsvollzieherin habe einen Räumungstermin erst für Januar anberaumt. Die 70-Jährige fürchtet, dass die möbliert vermietete Wohnung mit den vielen Kunstgegenständen „in einem schrecklichen Zustand ist“. Auf den Räumungstermin wollten Sina und Nasir nicht mehr warten. Vielmehr fürchten sie die Zwangsräumung sogar, da sie vermuten, die Bedrohung würde danach konkreter, wenn der Unruhestifter nicht mehr als Nachbar greifbar ist. Reichlich Drohungen in diese Richtung habe er jedenfalls gemacht, beteuert Nasir und versichert: „Jeglichen Ärger und Frust wandelt er in Aggressionen und Drohungen um.“ Wohin die beiden umgezogen sind, wollen sie nicht verraten, nicht mal den Stadtteil. „Wer weiß, welche Freunde der Kerl hat“, sorgt sich Nasir.

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