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Mobilität

Der Autoverkehr soll Platz abgeben

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Stadt Frankfurt sieht eine Umgestaltung im Grüneburgweg, Kettenhofweg und in der Robert-Mayer-Straße vor. Fahrradfreundlicher soll es werden.

Die Grünen im Ortsbeirat 2 begrüßen die geplante Umgestaltung des Grüneburgwegs und wollen die Bedenken der Anlieger:innen aufgreifen. In der Fragestunde des Ortsbeirats im Januar war der fahrradfreundliche Umbau des Grüneburgwegs und des Kettenhofwegs das zentrale Thema. Ladenbetreiber:innen hatten Sorgen wegen eines Verlusts von Stellplätzen geäußert.

„Die Bedenken der Gewerbetreibenden nehmen wir ernst, schließlich wollen wir den Grüneburgweg nicht nur für den Radverkehr verbessern, sondern auch noch stärker als Einkaufsstraße etablieren“, sagte Fraktionssprecher Thomas Gutmann. Grundsätzlich hielten die Grünen im Ortsbeirat an der Idee der Umgestaltung fest. „Neben dem Sicherheitsgewinn für Radfahrende und Fußgänger:innen ist es ein enormes Plus, dass durch eine Umgestaltung erstmals spezielle Parkplätze für Lieferanten und Kurzzeitparkplätze für Kund:innen geschaffen werden können“, sagte Katharina Knacker, die für die Grünen im Ortsbezirk 2 kandidiert.

Die Stadt hatte die Vorschläge für den Grüneburgweg und den Kettenhofweg schon im Dezember einer Delegation des Ortsbeirats 2 per Video vorgestellt. Eine weitere Präsentation ist für eine der nächsten Ortsbeiratssitzungen geplant.

Wie das Verkehrsdezernat mitteilte, sei die Planung eine Diskussionsgrundlage. Zunächst sei eine provisorische, später eine dauerhafte Umgestaltung geplant. Gegen den Willen des Ortsbeirats werde keine Maßnahme umgesetzt. Das Verkehrsdezernat hoffe aber, den Ortsbeirat von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen.

Damit auf dem Grüneburgweg künftig mehr Radfahrer:innen und weniger Autofahrer:innen unterwegs sind, will das Verkehrsdezernat die Straße als Fahrradstraße ausweisen. Um den Durchgangsverkehr zu verringern, sei ein Einfahrtsverbot für Autos in den Grüneburgweg am Kreisverkehr Mitscherlichplatz vorgesehen, das aber nicht für Busse und Fahrräder gilt. Eine weitere Sperrung für Autos sieht die Stadt auf Höhe der Feldbergstraße/Wolfgangsstraße und Im Trutz vor.

Auf dem Grüneburgweg sind im östlichen Teil täglich 7300 Autos unterwegs und gut 3000 Fahrräder. Auf Multifunktionsstreifen sollen Sommergärten für die Gastronomie, Verweilflächen, Andienungsflächen, Ladeflächen für E-Autos und mehr Grün entstehen. Gehwegnasen sollen Kreuzungen übersichtlicher machen. 97 von 209 Kfz-Stellplätzen fallen den Angaben zufolge weg, 208 Fahrradabstellplätze kommen hinzu.

Auch auf dem Kettenhofweg der wie der Grüneburgweg von parkenden Autos geprägt ist, will die Stadt dem Autoverkehr Flächen entziehen. Hier sollen die Parkplätze auf einer Straßenseite wegfallen. Davon wären 160 von 260 Stellplätzen betroffen. 160 Radabstellplätze kämen hinzu, bislang gibt es dort noch keine.

Der Kettenhofweg soll ebenfalls eine Fahrradstraße werden, wo Fahrräder gleichberechtigt mit Autos auf der Straße fahren dürfen. Dafür soll der Kfz-Durchgangsverkehr sinken, der den Angaben zufolge vor allem morgens zwischen Senckenberganlage und Schumannstraße beträchtlich ist.

Um dem entgegenzuwirken, will die Stadt die Richtung der Einbahnstraße zwischen Schumannstraße und Beethovenstraße drehen. Autos müssten einen Umweg über den Beethovenplatz fahren. An der Arndtstraße ist eine sogenannte Längssperre geplant, die die Zufahrt in den Kettenhofweg für Autos unterbindet. Die Kreuzung Hamburger Allee und Nauheimer Straße soll perspektivisch umgebaut werden.

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