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Weinchen auf dem Markt.

Frankfurt West

Nach der Arbeit auf den Markt

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Die FDP im Ortsbeirat 1 wünscht sich einen Nachtmarkt nach asiatischem Vorbild.

In asiatischen Ländern sind sie Tradition. Nachtmärkte: essen, trinken, einkaufen und Freunde treffen. Ob ein solcher täglicher Markt auch im Ortsbezirk 1 möglich wäre, und an welchen Standorten, möchte die FDP-Fraktion in einem Antrag für die heutige Sitzung wissen.

Antragstellerin Katharina Schreiner kennt die Märkte aus Asien und wünscht sich den Mix aus Trubel, Lebendigkeit und Einkaufsmöglichkeiten auch für Frankfurt. So schaffe man ein Angebot für diejenigen, die länger arbeiten. Die könnten dann auf dem Wochenmärkte statt im Supermarkt einkaufen. Ein Nachtmarkt würde also auch die regionalen Produzenten fördern.

Eine neue Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) besage zudem, dass die Bedeutung von Fußgängerzonen sich mehr vom reinen Einkauf zum Erlebnis entwickelten, die große Beliebtheit des Weihnachtsmarktes sowie die zahlreichen gut besuchten Straßenfeste und Wochenmärkte belegten diese Entwicklung.

Michael Lorenz von den städtischen Hafen- und Marktbetrieben stellt sich eine Umsetzung schwierig vor. „Die klassischen Wochenmärkte gehen höchstens in den Abend hinein oder sind spätestens um 22 Uhr zu Ende.“ Sonst könne es Probleme mit Anwohnern geben. Hinter den Veranstaltungen stehe ein großer Aufwand, gibt er zu bedenken. Toiletten und Strom würden benötigt, der Müll müsse entsorgt werden. Die klassischen Marktbesitzer dürften für einen Nachtmarkt schwer zu begeistern sein, vermutet Lorenz. Möglicherweise finde sich ja aber ein privater Betreiber.

„Wir freuen uns über alles, was der Vermarktung Frankfurts nutzt“, sagt Ines Philipp, Sprecherin der Tourismus + Congress GmbH, die auch den Weihnachtsmarkt und das Museumsuferfest veranstaltet. Doch in ihren Bereich falle ein regelmäßiger Nachtmarkt nicht, so Philipp. Selbst temporäre Veranstaltungen seien in den letzten Jahren mit immer höherem Aufwand verbunden gewesen.

Natürlich sollte der Lärmschutz berücksichtigt werden, sagt Antragstellerin Schreiner, genauso wie eine gute Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr. Als mögliche Standorte hat sie etwa den Wiesenhüttenplatz, die Frankenallee, den Paulsplatz und das Mainufer im Blick. Dass der Nachtmarkt nur im Sommer veranstaltet werden kann, findet sie nicht, im Winter könne man dann eine Art Weihnachtsmarkt daraus machen.

Das Gremium tagt am heutigen Dienstag, um 19 Uhr, im Lehrerzimmer der Weißfrauenschule, Gutleutstraße 38.

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