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Frankfurt: Weniger Tote im Straßenverkehr

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Von: Steven Micksch

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Neun Menschen starben 2021 im Frankfurter Straßenverkehr.
Neun Menschen starben 2021 im Frankfurter Straßenverkehr. © christoph boeckheler*

Die Unfallstatistik 2021 der Frankfurter Polizei weist zwar weniger Tote als im Vorjahr aus, doch auch mehr Verletzungen bei Pedelecs und E-Scootern.

Erstmals seit fünf Jahren registriert die Frankfurter Polizei rückläufige Zahlen bei Verkehrsunfällen mit Radfahrenden. Dafür steigt die Zahl der Unfälle mit E-Scootern stark an.

In die Verkehrsunfallstatistik 2021 sind insgesamt 19 084 Verkehrsunfälle im Stadtgebiet und auf der Bundesautobahn eingeflossen. Dies bedeutet eine Zunahme um 6,4 Prozent (2020: 17 940), so die Polizei in einer Pressemitteilung. Allerdings bewege sich die Gesamtzahl bei Betrachtung des Drei-Jahres-Vergleichs noch auf einem niedrigeren Niveau als vor der Pandemie (2018: 22 861 / 2019: 22 703).

Als erfreulich stellt die Polizei heraus, dass die Anzahl der Verkehrstoten deutlich zurückgegangen ist. Während im Jahr 2020 noch insgesamt 15 Menschen in der Folge eines Verkehrsunfalls verstorben sind, waren es im vergangenen Jahr neun Menschen (-40 Prozent). Die Anzahl der Leichtverletzten ist nahezu gleichgeblieben, die der Schwerverletzten hingegen deutlicher zurückgegangen (-7,7 Prozent).

Ebenfalls positiv: Die Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fahrradfahrer:innen sind erstmals seit fünf Jahren rückläufig. Während 2020 noch 1162 Unfälle registriert wurden, waren es 2021 dann 1003, was einem Rückgang um 13,7 Prozent entspricht. Auch die Anzahl der bei den Unfällen leicht oder schwer verletzten Radfahrenden ging um 20,1 Prozent zurück. Allerdings steht auch 2021 – analog zum Vorjahr – wieder ein toter Radfahrer nach einem Verkehrsunfall in der Statistik. Insgesamt starben 2021 laut Statistik neun Menschen im Straßenverkehr.

Bei den Pedelecs, die man allgemein hin als E-Bikes bezeichnet, ist die Beteiligung an Verkehrsunfällen signifikant gestiegen. Waren es im Jahr 2020 noch 97 Unfälle, haben sich 2021 insgesamt 141 Verkehrsunfälle mit Pedelecs ereignet (+45,4 Prozent). Dementsprechend stieg auch die Anzahl an Leicht- (+53,6 Prozent) und Schwerverletzten (+18,2 Prozent) an.

Die gestiegene Beliebtheit von E-Scootern (zumindest bei den darauf Fahrenden) spiegelt sich auch in der Statistik wider. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Scooter-Beteiligung stieg von 118 in 2020 auf 433 in 2021. Als Ursache dafür sieht die Polizei den hohen Anteil von jungen, verkehrsunerfahrenen Nutzern, die Erfordernis guter motorischer Fähigkeiten zum sicheren Führen, die seltene Nutzung von Schutzausstattung aber auch den vergleichsweise häufigen Alkoholkonsum. Zwar sei der Anteil von 433 Unfällen an der registrierten Gesamtzahl auffällig niedrig, doch die Polizei geht von einer hohen Anzahl polizeilich nicht erfasster Verkehrsunfälle aus.

Die Unfallursachen Alkohol beziehungsweise andere berauschende Mittel sind aber nicht allein den E-Scootern gemein. Auch bei der Gesamtbetrachtung hat der Einfluss von Drogen sowohl innerstädtisch (+15,1 Prozent) als auch auf den Autobahnen (+11,9 Prozent) eine deutliche Steigerung erfahren.

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