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Ein Strafzettel an einer Autoscheibe.

Parkgebühren

Frankfurt: Weniger kostenfreier Parkraum

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Die Stadt Frankfurt weitet die Bewirtschaftung der Parkplätze aus. Damit sollen Pendler angeregt werden, öfter mal aufs Auto zu verzichten.

Die Stadt Frankfurt weitet die Bewirtschaftung des Parkraums aus. Damit will sie Pendler dazu bewegen, häufiger aufs Auto zu verzichten. Nach Bornheim, wo der kostenlose Parkraum Stück für Stück abgeschafft wird, ist nach Angaben des Verkehrsdezernats der Stadtteil Westend an der Reihe. In der Folge will die Stadt nach und nach die gut 40 Bewohnerparkzonen bewirtschaften. Ein Zeitplan soll demnächst feststehen, sagte ein Mitarbeiter des Verkehrsdezernats.

Zunächst bleibt dabei die Regel bestehen, dass eine Straßenseite für Anwohner mit Bewohnerparkausweis zur Verfügung steht und die andere Straßenseite für Pendler und Besucher. Allerdings parken diese dann nicht mehr kostenfrei. In einem zweiten Schritt will die Stadt den Angaben zufolge die Straßenseitenregelung abschaffen.

In der Innenstadt kostet eine Stunde Parken am Automaten vier Euro, außerhalb der Innenstadt zwei Euro pro Stunde. Wenn es weniger freie Parkplätze gibt, so das Credo der Stadt, fahren mehr Menschen mit Bus und Bahn statt mit dem eigenen Auto. Durch weniger Autoverkehr verringern sich die Umwelt- und Gesundheitsbelastungen durch Schadstoffe wie Stickstoffdioxid.

Gebühren zuletzt erhöht

In Frankfurt sind die Stickstoffdioxidwerte nach wie vor zu hoch. Die Stadt ist mit fast 380 000 Einpendlern gemessen an der Einwohnerzahl die Pendlerhauptstadt Deutschlands.

Autofahrern steht mittlerweile das Handyparken zur Verfügung. Dabei rechnet eine App die Parkgebühren minutengenau ab. Die Nutzer können unter sechs Anbietern wählen: Park Now, Park and Joy, Easypark, Mobilet, Flowbird und Pay by Phone. Zu den Kosten für den Parkplatz kommen pro Vorgang Gebühren von bis zu 21 Cent hinzu.

Zuletzt hatte die Stadt die Parkgebühren von drei auf vier Euro pro Stunde in der Innenstadt und von 1,50 auf zwei Euro außerhalb der Innenstadt erhöht. In den städtischen Parkhäusern stieg die Gebühr für Langzeitparker um 20 Prozent.

In städtischen Parkhäusern kostet eine Stunde Parken bis zu 2,50 pro Stunde, beim Betreiber Apcoa liegen die Preise bei bis zu 3,90 pro Stunde.

Ein Bewohnerparkausweis kostet 50 Euro und gilt zwei Jahre lang. Bewohner der Altstadt und der erweiterten Innenstadt können einen subventionierten Abstellplatz an einem Poller beantragen, der 23,27 Euro im Monat plus Mehrwertsteuer kostet. Ein subventionierter Parkhaus-Parkplatz kostet 60 Euro im Monat plus Mehrwertsteuer.

Von Florian Leclerc

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