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Ein rotes Zelt markiert den Fundort der Bombe auf einer Baustelle in Niederrad. dpa
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Ein rotes Zelt markiert den Fundort der Bombe auf einer Baustelle in Niederrad. dpa

Frankfurt

Frankfurt: Weltkriegsbombe in Niederrad wird am Sonntag entschärft

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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  • Hanning Voigts
    Hanning Voigts
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In der Saonestraße in Niederrad wird eine Fliegerbombe gefunden. Am kommenden Sonntag müssen für die geplante Entschärfung Tausende Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Vor Ort in Niederrad deutet nicht viel darauf hin, dass hier eine Bombe liegt. Die Baustelle ruht, am Rand der Baugrube ist ein Zelt an der Fundstelle errichtet worden, auch eine Lampe steht schon bereit. Ansonsten sind ein Bagger und ein Radlager, mehrere Baggerschaufeln und ein Dixiklo stumme Zeugen. Auf der Großbaustelle nebenan, an der Ecke der Lyoner Straße zur Herriotstraße, wird ganz normal weitergearbeitet.

Und längst nicht alle wissen überhaupt Bescheid, dass es eine brisante Entdeckung gegeben hat. So wurden Arbeiter auf dem Nachbargrundstück bis zum frühen Nachmittag nicht informiert, was genau nebenan vor sich geht. Drei andere – Angestellte aus der Bürostadt – dagegen nutzen ihre Mittagspause, um sich vor Ort mal umzuschauen. Sie hätten in den Medien von der Bombe gelesen, sagen sie. Doch viel zu sehen bekommen auch sie nicht.

hilfe und information

Weitere Informationen und die interaktive Karte mit dem Evakuierungsbereich finden sich im Netz unter www.feuerwehr-frankfurt.de. Wer Hilfe beim Verlassen seiner Wohnung braucht, kann sich ab dem heutigen Donnerstag von 8 bis 16 Uhr an ein Bürgertelefon wenden: 069 / 21 21 11. Die Nummer ist auch am Freitag und Samstag von 8 bis 16 Uhr und am Sonntag ab 6 Uhr erreichbar.

Am Dienstag war im Bereich der Baustelle in der Saonestraße eine 500 Kilogramm schwere US-amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und der Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt einigten sich noch im Laufe des Mittwochs auf das weitere Vorgehen: Die Bombe soll am kommenden Sonntag, 21. Februar, entschärft werden. Da eine Detonation massive Schäden anrichten könnte, wird ein Evakuierungsbereich festgelegt, in dem sämtliche Bewohner:innen ihre Wohnungen verlassen müssen. Zudem wird noch eine Schutzzone definiert, in der ab 8 Uhr sämtliche Türen und Fenster geschlossen bleiben müssen, niemand mehr Wohnung oder Arbeitsplatz verlassen darf und der Aufenthalt an Fenstern sowie auf Terrassen oder Balkonen untersagt ist. Im Evakuierungsbereich und der Schutzzone wohnen insgesamt rund 4500 Menschen.

Der Einsatz von Bombenexpert:innen und Rettungskräften wird dadurch verkompliziert, dass in dem Gebiet laut Feuerwehr auch ein Heizkraftwerk, unterirdische Gasleitungen, Fernwärmeverbindungen sowie der S-Bahnhof Niederrad liegen. Außerdem erschwert die Coronavirus-Pandemie die Lage. Die Entschärfung, darauf weisen die Behörden vorsorglich hin, könnte bis in die Abendstunden dauern.

Auf ihrer Webseite hat die Feuerwehr eine Karte veröffentlicht, in der genau zu ersehen ist, welche Häuser von den Evakuierungen betroffen sind. Eingeschränkt mobile Menschen können sich aus ihren Wohnungen abholen lassen, zudem werden alle Menschen zu Hause abgeholt, die sich in angeordneter Corona-Quarantäne befinden. Polizei und Feuerwehr bitten darum, dass alle von Räumungen Betroffenen auch ihre Nachbar:innen oder Kolleg:innen informieren.

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