Tick, Trick und Track geht’s wieder gut.
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Tick, Trick und Track geht’s wieder gut.

Tierschutz

Frankfurt: Weiterer kleiner Specht in Not

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Der Vogel wurde wieder in einem gefällten Baum im Stadtwald übersehen - genau wie ein anderes Specht-Trio zuvor.  

Noch wundert man sich über das Abenteuer, das drei kleine Spechte im Stadtwald überstehen mussten, da kommt schon die nächste Meldung: Ebenfalls Ende Mai hat ein weiterer Waldbesucher ein hilfloses Buntspechtjunges in einem gefällten Baum gefunden – das gleiche Schicksal wie bei den inzwischen als Tick, Trick und Track bekannten Artgenossen, aber diesmal an der Grenze nach Zeppelinheim.

„Das ist auch unserer“, sagt Simone Jacob, die Sprecherin des Grünflächenamts, am Freitag. Wie bei dem Trio im ersten Fall sei auch dieser Baum gefällt worden, weil er in Folge der Trockenheit nicht mehr standsicher gewesen sei. Dabei müsse trotz klarer Sicherheitsregeln erneut der Spechtbau übersehen worden sein. „Unsere Förster sind furchtbar zerknirscht“, sagt Jacob.

Mehr als 1000 Bäume fällten die Forstleute jedes Jahr, stets kontrollierten sie, ob noch Tiere in Höhlen und Nischen sind. „In diesem Fall haben sie nichts gesehen und nichts gehört.“ Eigentlich würden um diese Jahreszeit keine Bäume gefällt, nur wenn Schäden es aus Sicherheitsgründen nötig machten. „Aber dass Spechte übersehen werden, darf nicht passieren“, sagt die Sprecherin. „Es tut allen sehr leid.“

Der Retter des vierten Spechts meldete sich am Freitag bei der FR. Er hatte beim Joggen an der Hundertmorgenschneise Hilferufe gehört, das Tier in einem Astloch des gefällten Baums gefunden und zum Naturschutzbund nach Kelsterbach gebracht.

Simone Jacob erinnert daran, dass auch Frankfurt eine Station habe, die verletzt aufgefundene Wildtiere entgegennehme: die Fasanerie am Stadtwaldhaus. Sie war aber geschlossen, als Tick, Trick und Track Hilfe brauchten. Die drei sind jetzt bei der Wildtierhilfe Schäfer, die kürzlich aus Dreieich nach Offenbach umzog.

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