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So soll es im Schönhofviertel an der Rödelheimer Landstraße im Frankfurter Stadtteil Bockenheim  im Jahr 2024 einmal aussehen.
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So soll es im Schönhofviertel an der Rödelheimer Landstraße in Bockenheim im Jahr 2024 einmal aussehen.

Frankfurter Stadtentwicklung

Frankfurt: Bau von Tausenden Wohnungen beschlossen - Kritiker:innen mit ökologischen Bedenken

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Die Stadt Frankfurt schafft Planungsrecht für Baugebiete in Bockenheim und Heddernheim. Dort könnten zusammen mindestens 3250 Wohnungen entstehen. Doch es gibt Kritik.

  • Am 14. März 2021 findet in Hessen die Kommunalwahl statt.
  • In Frankfurt können in den kommenden Jahren in zwei Stadtteilen mehrere tausend neue Wohnungen gebaut werden.
  • Kritiker:innen sprechen sich für den Erhalt von 500 Bäumen aus.

Frankfurt – Kurz vor Ende der Wahlperiode schafft das Frankfurter Stadtparlament Planungsrecht für den Bau dreier neuer Areale mit zusammen mindestens 3250 Wohnungen. Der Haupt- und Finanzausschuss votierte in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl jeweils mit großer Mehrheit für die Satzungsbeschlüsse der Bebauungspläne für das frühere Siemens-Areal und ein Teilstück des Rebstockgeländes in Bockenheim sowie ein Wohngebiet an der Sandelmühle im Stadtteil Heddernheim.

Wortmeldungen gab es am Dienstagabend lediglich zum Bebauungsplan für das „Schönhof-Viertel“, das südlich der Rödelheimer Landstraße entstehen soll. Dort wollen der Projektentwickler Instone und die landeseigene Nassauische Heimstätte zusammen mehr als 2000 Wohnungen bauen. Zu 30 Prozent muss es sich um geförderten Wohnungsbau handeln. Die Investoren haben zudem eine vierzügige Grundschule und fünf Kitas zu errichten.

Bürgerinitiative wirbt für Erhalt der Bäume im Schönhof-Viertel

Tobias Jörgens von der Bürgerinitiative „Grüne Rödelheimer Landstraße“ warnte vergebens vor den ökologischen Auswirkungen der Pläne, für die etwa 500 Bäume gefällt würden. Er bemängelte zudem, dass der Bebauungsplan, dem der Magistrat erst vor zweieinhalb Wochen zustimmte, beschlossen werde, obwohl sich nicht einmal der Umweltausschuss mit diesen befasst habe. Das sei kein ordentliches parlamentarisches Verfahren.

Michael Müller (Linke) warb dafür, die Entscheidung zumindest zu vertagen und mit den Investoren für das Baugebiet über den Erhalt von Bäumen nachzuverhandeln. Auch Herbert Förster (Piraten) riet, die Vorlage zu schieben. „Wir können beim Wohnungsbau keine Pause machen“, sagte dagegen CDU-Fraktionschef Nils Kößler. Den Bebauungsplan zu beschließen, sei trotz des Verlustes an Bäumen richtig. Auch Wolfgang Siefert (Grüne) argumentierte, der Wohnungsbau in Frankfurt müsse vorwärts kommen.

950 Wohnungen könnten an der A648 am Rebstock entstehen

Ohne Debatte votierte der Ausschuss für den Bebauungsplan, der den Bau von etwa 950 Wohnungen auf Flächen zwischen der Autobahn 648 und der Leonardo-da-Vinci-Allee am Rebstockgelände ermöglicht, von denen 30 Prozent als geförderte Mietwohnungen entstehen müssen. Dort will alleine die städtische Wohnungsgesellschaft ABG, die das Areal gemeinsam mit der Immobilientochter der Landesbank Baden-Württemberg entwickelt, 550 Wohnungen bauen.

Planungsrecht wird das Stadtparlament in seiner morgigen Sitzung zudem für die Errichtung von rund 300 Wohneinheiten auf einem früher gewerbliche genutzten Areal an der Sandelmühle in Heddernheim schaffen. Auch hier muss zu 30 Prozent geförderter Wohnraum entstehen. Geplant sind dort nicht nur Wohnungen, sondern auch Reihen- und Doppelhäuser. (Christoph Manus)

Mehr zum Thema: Die Angst vor steigenden Mieten und der Mangel an günstigem Wohnraum in Frankfurt spielen eine große Rolle bei der Kommunalwahl in Hessen. Das Thema im Überblick. Die Frankfurter Parteien haben sehr unterschiedliche Vorschläge, wie die Stadt aus der Wohnungskrise kommen könnte.

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