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Die Wasserspiele werden saniert und erst wieder im Mai 2021 eröffnet.

Kosten von rund einer Million Euro

Stadt saniert Wasserspiele - Bis 2021 bleibt es trocken im Günthersburgpark

Die Wasserspiele im Günthersburgpark mussten in der Vergangenheit oft abgestellt werden, weil die Qualität des kühlen Nass' nicht stimmte. Das ist jedoch bald Geschichte, denn die Anlage wird voraussichtlich im kommenden Jahr saniert.

Frankfurt - Für Familien mit Kindern, die regelmäßig den Günthersburgpark besuchen und nicht wasserscheu sind, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Die Wasserspiele werden im kommenden Jahr saniert. Die schlechte: Die Arbeiten beginnen erst im Mai 2020 - Parkbesucher werden an heißen Tagen im nächsten Sommer also ohne die erfrischende Abkühlung auskommen müssen.

Simone Jacob vom Grünflächenamt beziffert die Kosten mit rund einer Million Euro. Im Mai 2021 sollen die Fontänen allerdings wieder das kühle Nass versprühen. Es sind bereits Büros mit der Planung von Arbeiten beauftragt worden. "Die Arbeiten können nicht im Winter ausgeführt werden", bittet Jacob um Verständnis, dass die Wasserspiele erst ab Mai 2021 zur Verfügung stehen werden.

Frankfurt: Wasserspiele werden saniert - "Enorm aufwendig"

Das Projekt umfasst ein ganzes Bündel an Maßnahmen. So wird der Kunststoffbelag rund um das Sprühfeld erneuert. Das ist dringend nötig, weil ständig Wasser im Erdreich versickerte. Denn eigentlich wird das versprühte Wasser aufgefangen, wieder aufbereitet und anschließend erneut versprüht. Wegen eines Lecks im Kunststoffbelag funktionierte aber zuletzt der geschlossene Kreislauf nicht mehr wie eigentlich gedacht.

Außerdem werden die Wasseraufbereitung und die Pumpentechnik erneuert. "Das ist enorm aufwendig, aber nötig", sagt Jacob. Die neue Technik in einem etwas abseits der Wasserspiele stehenden Häuschen soll für 1A-Wasserqualität sorgen. Zuletzt war das nämlich viel zu oft nicht der Fall gewesen. Und weil Grenzwerte überschritten wurden, mussten die Wasserspiele wegen hygienischer Bedenken auch ziemlich häufig ausgestellt werden.

Frankfurt: Wasserspiele im Günthersburgpark - Auslöser ist Fehlverhalten der Nutzer

Der Auslöser der Misere ist laut Jacob das Fehlverhalten der Nutzer: Oft liefen Babys ohne Schwimmwindeln herum, Eltern schmierten dem Nachwuchs viel zu viel Sonnencreme auf die Haut, Kinder liefen mit Straßenschuhen und Straßenkleidung durch die Wasserfontänen oder fuhren sogar einfach mit dem Fahrrad durch. Dabei gibt es Info-Tafeln, auf denen die Verhaltensregeln für die Nutzer der Wasserspiele genau aufgeführt sind. "Viele halten sich aber einfach nicht an die Regeln", kritisiert Jacob.

Saniert werden außerdem die kreisförmig um die Anlage verlaufende Treppenanlage sowie die drei großen Sprühfiguren. Diese haben mittlerweile bedenklich große Risse, die verschlossen werden müssen - sonst drohen noch größere Schäden. Die Wasserspiele im Günthersburgpark wurden in den 1980er Jahren eröffnet, sie stehen unter Denkmalschutz.

Frankfurt: Sechs Wasserspiele im Stadtgebiet - Nicht jede Anlage funktioniert

In Frankfurt gibt es insgesamt sechs Wasserspielplätze: neben dem im Günthersburgpark eine Anlage im Scheerwald, im Niddapark, im Tannenwald, an der Louisa sowie in Schwanheim. Letztere ist seit zwei Jahren allerdings nicht mehr in Betrieb. Auch sie muss saniert werden. Außerdem gibt es zwölf Matschspielplätze im Stadtgebiet.

Die Wasserspielanlagen laufen von Mitte Mai bis Mitte September täglich, wenn die Wetterprognose des Deutschen Wetterdienstes Tagestemperaturen von mindestens 25 Grad Celsius erwarten lässt. Bei Regen-, Sturm- oder Gewitterwarnungen oder bei unerwartet auftretendem Gewitter werden die Anlagen aus Sicherheitsgründen aber erst gar nicht gestartet oder ausgeschaltet. Ist eine Anlage einmal abgeschaltet worden, kann der Betrieb aus technischen Gründen erst wieder am nächsten Tag beginnen.

Von Matthias Bittner

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