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Frankfurt: Wasserschaden im Bahnhof Louisa

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Von: Florian Leclerc

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Ganz schön nass im Bahnhof Louisa. Foto: Christoph Boeckheler
Ganz schön nass im Bahnhof Louisa. Foto: Christoph Boeckheler © christoph boeckheler*

Im Bahnhof Louisa in Frankfurt ist es nass. Bei Arbeiten am Aufzug wurde ein Wasserrohr angebohrt. Der Aufzug fällt länger aus.

Man könnte meinen, im Bahnhof Louisa hätte es geregnet. In der Unterführung gibt es Pfützen. Ein Rinnsal läuft in die Kanalisation. Die Decke ist aber trocken. Dafür sperren Gitter den Aufzugsschacht ab. Der Schacht scheint die Quelle der Feuchtigkeit zu sein.

Die Tür zum Schacht ist kreativ mit einem Schraubenzieher verklemmt, so dass sie sich nicht schließen kann. Im Schacht selbst ist eine Pfütze. Ein Schlauch führt aus dem Schacht heraus durch die Unterführung und dann hinauf ins Efeu neben den Gleisen. Auch im Schlauch steht Wasser.

Mainova weiß Bescheid

Was ist passiert? Ein Anruf bei Pressestelle der Deutschen Bahn ergibt folgende Antwort: Man wisse es nicht, höre sich aber um. Auch beim Umweltdezernat klingt das ähnlich. Man wisse es nicht, höre sich aber um. Ebenso verläuft ein Anruf beim Energieversorger Mainova, der für die Netzdienste Rhein-Main verantwortlich sind, die sich wiederum um die Wasserversorgung kümmern. Man wisse es nicht, höre sich aber um…

Dann der Rückruf vom Energieversorger Mainova: Es sei zwar nicht ihre Baustelle, sondern die der Deutschen Bahn, sagt Mainova-Sprecherin Ulrike Schulz, „aber unsere Leute waren auch vor Ort“. Am Mittwoch, 15. März, sei am Aufzug gearbeitet worden. Dabei wurde eine Wasserleitung angebohrt. Die Wasserleitung sei eine private Leitung der Bahn, welche auf das Bahngelände führe. Das Loch sei zwar klein gewesen, kein großer Riss, der für eine Überschwemmung gesorgt hätte. Aber der Wasser floss und floss.

Wer genau hinhört, kann noch ein feines Tropfen hören. Dass dort 800 Liter Wasser pro Stunde in den Boden geflossen wären, wie ein Anwohner einem FR-Kollegen erzählt hat, will niemand bestätigen. Dass das Problem schon seit mehr als einer Woche besteht, stimmt hingegen schon.

Für mobilitätseingeschränkte Menschen, die den Bahnhof Louisa nutzen wollen, ist das natürlich ein Problem. Es gibt nämlich nur den einen Aufzug mit der Nummer HA253 – und der steht still. Der zweite Weg zum Bahnsteig führt über eine Treppe mit 30 Stufen.

Problem für mobilitätseingeschränkte Menschen

Allerdings steht eine Telefonnummer (069 / 265 105 5) auf dem kaputten Aufzug. Wer dort anruft, landet bei der 3-S-Zentrale der Deutschen Bahn. Die drei S stehen für Service, Sicherheit und Sauberkeit. Dort sagt der freundliche Mitarbeiter, wenn der Aufzug kaputt sei, und man die 30 Stufen nicht überwinden könne, empfehle er, eine andere Verbindung zu nutzen, etwa die barrierefreie Straßenbahnhaltestelle nebenan. Dort halten die Linien 17 (Bahnhof Louisa bis Rebstockbad) und 18 (Bahnhof Louisa bis Gravensteiner Platz). Oben am Bahnsteig fahren die S-Bahnen der Linien S3 (Darmstadt über Frankfurt nach Bad Soden) und S4 (Langen über Frankfurt nach Kronberg). Das ist nicht ganz die gleiche Richtung.

Kurzfristig lösen wird sich das Problem nicht. Ein Tiefbauunternehmen muss beauftragt werden. Es muss das kaputte Rohr austauschen und prüfen, ob der Untergrund beschädigt wurde. Und eine Aufzugsfirma muss schauen, ob der Aufzug noch geht.

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