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Rebecca Fohl hat das Büdchen an der Holbeinstraße mit ihrem Lebensgefährten übernommen, von außen renoviert und bereits zu einem beliebten Treff für Anwohner und ihre Kinder gemacht. Nun will sie den Kiosk innen aufpeppen und das Imbissangebot erweitern.

Anwohner angetan

Wasserhäuschen an der Holbeinstraße hat neue Pächter - einiges verändert sich

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In der Holbeinstraße haben neue Pächter das Wasserhäuschen aufgepeppt - die Nachbarn sind begeistert.

Frankfurt - Eine „gemischte Tüte für drei Euro“ bestellt eine junge Frau am Tresen des Büdchens in der Holbeinstraße. „Eher süß oder sauer?“, fragt Rebecca Fohl. Ach, ihr schmecke beides, sagt die Kundin. Aus kleinen und großen Gläsern sucht Fohl Süßigkeiten wie Gummischlangen, weiße Mäuse und saure Gurken zusammen. Diverse Getränke und Snacks wechseln den Besitzer. Ein kleiner Junge bestellt ein Eis, eine Mutter mit einem Baby eine Limonade, Männer im Anzug Bier.

Vor den rotgestrichenen Fensterrahmen hängt eine Lichterkette, auf dem Tresen stehen frische Blumen, liegen Zeitungen und Zeitschriften bereit. Es ist viel los an dem kleinen, schmucken, halbrunden Gebäude am Ende des begrünten Mittelstreifens. Menschen ruhen sich auf rot-weiß gestreiften Liegestühlen aus, sitzen auf Bierbänken und genießen den Feierabend.

Wasserhäuschen: "Was Schönes machen"

Im Juli hat Rebecca Fohl gemeinsam mit ihrem Freund Michael Oechsler das Wasserhäuschen übernommen. Die beiden wohnen gegenüber. „Wir hatten schon länger gedacht, es wäre toll, daraus was Schönes zu machen“, erzählt sie. Als die Vorbesitzerin Elif Kalkan aufhörte, ergriffen sie die Chance. Die neuen Pächter arbeiten aber noch weiter in ihren bisherigen Berufen. Die 28-Jährige ist als Ergotherapeutin tätig, ihr Freund ist selbstständig. Zwei Mitarbeiter helfen ihnen, den Kiosk zu betreiben. 

Nachmittags sei hier am meisten los, erzählt Rebecca Fohl. Es kämen Nachbarn, Eltern mit ihren Kindern, Schüler, Studenten, Senioren und Banker vorbei. Die Klientel habe sich schon etwas verändert. "Das Feedback ist sehr positiv", freut sie sich. Und eine Mutter lobt: „Es ist ein richtiger neuer Treffpunkt hier entstanden, so was habe ich mir schon seit Jahren gewünscht.“ Vor allem mit Kindern sei es hier praktisch mit dem Grünstreifen. Das sei so schön unkompliziert. „Ich finde es viel netter als früher“, sagt eine andere Anwohnerin. Man könne einfach nach der Arbeit mal vorbeischauen und noch was trinken. „Und es ist einer der wenigen Plätze in Sachsenhausen, wo auch abends noch Sonne ist.“

Wasserhäuschen an der Holbeinstraße: Abends lange Sonne

Neben 18 Bierspezialitäten und Apfelwein bieten die Kioskbetreiber Wein aus Rheinhessen, aber auch Kaffee an. Künftig wollen sie das Angebot ausbauen. Neben Kuchen und feinem Kaffee aus einer Siebträgermaschine soll es Snacks wie Flammkuchen und Panini geben. Noch fehle der Ofen, sagt Fohl. Im Oktober oder November wollen sie den Kiosk innen renovieren; auch eine neue Toilette soll es geben. Für diese Arbeiten werden sie einige Tage schließen. Im Winter wollen sie auch Glühwein und heißen Apfelwein ausschenken und Heizpilze aufstellen.

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In zwei Jahren wird jedoch genau vor dem Büdchen eine Baustelle sein. Dort, wo Burnitz-, Hedderich-, Holbeinstraße und Oppenheimer Landstraße aufeinandertreffen, wird ein Kreisel geplant. Angst vor dieser Phase hat Fohl (noch) nicht. Laut sei es ja jetzt auch schon zwischen den Straßen. Geöffnet ist das Büdchen an der Holbeinstraße unter der Woche von 9.30 bis 22 Uhr, samstags von 12 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 22 Uhr.

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Von Judith Köneke

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