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Die Gäste werden an die Tische geführt und bedient. Für den nötigen Sicherheitsabstand ist gesorgt.
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Die Gäste werden an die Tische geführt und bedient. Für den nötigen Sicherheitsabstand ist gesorgt.

Obdachlosenhilfe

Warmes Essen im altem Sportkaufhaus

  • Stefan Simon
    vonStefan Simon
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Seit 34 Jahren findet die Winteraktion für Obdachlose und Arme der Sankt Katharinengemeinde statt. In diesem Jahr helfen viele Eintracht-Fans mit.

Auch in diesem Jahr findet trotz der Corona-Pandemie die traditionelle Winteraktion der Sankt-Katharinen-Gemeinde für Obdachlose und arme Menschen vom 11. bis 31. Januar statt. Dann stehen den Besucherinnen und Besuchern von 11.30 bis 17 Uhr die Türen offen.

Seit 34 Jahren organisiert die Gemeinde ihre Hilfsaktion. Neu in diesem Jahr ist jedoch der Veranstaltungsort. Weil in der Kirche zu wenig Platz ist, um ausreichend Abstand gewährleisten zu können, findet die Aktion gegenüber, in den Räumlichkeiten der früheren Sportarena im Kleinen Hirschgraben statt. Das Immobilienunternehmen Signa Real Estate stellt die Räume bereit.

Hilfe für Obdachlose

Im Notquartier in der B-Ebene am Eschenheimer Tor übernachten laut Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) täglich 90 bis 92 Menschen.

425 Schlafplätze stehen laut Birkenfeld in Notunterkünften zur Verfügung. Bei Bedarf könnte die Zahl der freien Betten erhöht werden.

Wer obdachlose Menschen nachts bei großer Kälte auf den Straßen sieht, wird gebeten, den Kältebus unter 069/ 431 414 zu informieren. stn

Pandemiebedingt stand die Winteraktion eine Zeit lang auf der Kippe. Im Sommer jedoch führte ein Gespräch zwischen Olaf Lewerenz, Stadtkirchenpfarrer der Katharinengemeinde, und Jürgen Mühlfeld, Leiter der Obdachloseneinrichtung Weser 5, zu einem Umdenken. „Mühlfeld sagte, dass gerade in dieser Zeit Aktionen für Obdachlose notwendiger seien als sonst“, berichtet Lewerenz. Er sah das leerstehende Gebäude der alten Sportarena und stellte den Kontakt zu Tobias Sauerbier her.

Sauerbier ist Vorstandvorsitzender von Signa. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es uns eine Herzensangelegenheit, die Winteraktion der Sankt-Katharinen-Kirche zu unterstützen“, sagt er.

Um den großflächigen Raum im dritten Stock zu erreichen, müssen die Gäste über den Hintereingang im Kleinen Hirschgraben neben der Weinhandlung Teufel durch das Treppenhaus gehen. Für wen dies eine Last sein sollte, könne auch den Fahrstuhl benutzen, sagt Lewerenz. Unten am Eingang steht Sicherheitspersonal, „aber nur zur Kontrolle, damit nicht zu viele Menschen kommen“, beteuert Lewerenz. Denn in dem kahlen Raum dürfen sich maximal 50 Gäste und zwölf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gleichzeitig aufhalten. „Die Leute werden wie in einem Restaurant an ihren Platz gebracht und bedient“, sagt Julia Eckelhöfer, Vorstandsmitglied der Kirchegemeinde. An den Tischen dürfen mit ausreichend Abstand jeweils zwei Personen sitzen.

Die Gäste können zwischen einem Fleisch- und einem vegetarischen Gericht wählen. Alkoholfreie Getränke gibt es auch. Und wer nach dem Essen noch nicht raus ins Kalte will, der kann sich im Ruhebereich auf Matten oder Feldbetten legen und schlafen.

Für Eckelhöfer, die für die Organisation der Helfenden zuständig und vor vier Jahren über das Eintracht-Fanprojekt „Adler im Herzen“ zur Katharinengemeinde gestoßen ist, war es nicht einfach, freiwillige Helferinnen und Helfer für die Winteraktion zu finden. „Sehr viele unserer Stammkräfte sind über 70 Jahre alt. Viele haben aus Selbstschutz in diesem Jahr abgesagt“, erzählt sie. Doch aus dem Kreis der Eintracht-Anhänger:innen ließen sich so viele Freiwillige finden, dass diese nun den Großteil der Helfenden ausmachen.

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