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Hunderte junge Menschen haben am Freitag kurzzeitig Geschäfte auf der Zeil blockiert.

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Fridays for Future erhebt Vorwürfe gegen Frankfurter Polizei

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Nach den Klimaprotesten der „Fridays for Future“ auf der Frankfurter Zeil sollen Polizisten einen 15-Jährigen eingeschüchtert haben. Der Fall hat bereits auf Twitter für Empörung gesorgt.

Die Frankfurter Ortsgruppe der Protestbewegung„Fridays for Future“ wirft der Frankfurter Polizei vor, nach den Klimaprotesten am vergangenen Freitag in der Frankfurter Innenstadt einen Jugendlichen unnötig hart behandelt und eingeschüchtert zu haben. Man verurteile diesen „Vorfall der polizeilichen Repression gegen einen jugendlichen Aktionsteilnehmer“ und solidarisiere sich mit ihm, teilte die Gruppe am Montag mit.

Fridays for Future: Vorwürfe gegen Frankfurter Polizei werden laut 

Der betroffene 15-Jährige schilderte den Vorfall am Montag in einem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Demnach habe er am Freitag an einer Demonstration und anschließend an den Protestaktionen der „Fridays for Future“ auf der Zeil teilgenommen. Gegen 17 Uhr sei er dann unweit der Konstablerwache von vier Polizisten angehalten worden. Die Beamten hätten ihm die Arme auf den Rücken gedreht, seinen Kopf festgehalten und ihn in eine Seitenstraße geführt. Dort sei er von drei Zivilbeamten und insgesamt 15 Uniformierten rund 40 Minuten lang festgehalten worden.

Fridays for Future in Frankfurt: Polizei beschlagnahmt Handy und Flyer

Die Beamten, so schilderte es der Jugendliche, hätten ihn mehrfach fotografiert und seine Personalien aufgenommen. Sie hätten ihm gesagt, dass ihm unter anderem Vermummung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen werde. 

Außerdem hätten sie sein Handy an sich genommen und sämtliche Fotos und Videos gelöscht, die er während der Proteste aufgenommen habe. Außerdem hätten sie Flugblätter aus seinem Rucksack und seinen Schal beschlagnahmt. Ein Beamter habe zu ihm gesagt, er sei jetzt als gewaltbereiter Linksextremist bekannt und solle lieber nicht mehr an solchen Demonstrationen teilnehmen.

Fridays for Future: Polizei Frankfurt reagiert auf Vorwürfe

Eine Polizeisprecherin bestätigte der Frankfurter Rundschau, dass am Freitag gegen 16.54 Uhr ein 15-Jähriger an der Konstablerwache kontrolliert wurde. Er habe sich zuvor bei der Demonstration der „Fridays for Future“ von Bockenheim zur Zeil vermummt. Die Kontrolle habe etwa 15 Minuten gedauert. Dabei habe der Jugendliche von sich aus angegeben, mit seinem Handy während der Proteste Aufnahmen von Polizisten gemacht zu haben. Der Aufforderung, diese Aufnahmen zu löschen, sei er dann freiwillig nachgekommen. Außerdem habe man ihm geraten, sich bei Demonstrationen nicht mehr zu vermummen, so die Sprecherin.

Die „Fridays for Future“ hatten den Vorfall bereits am Sonntag über ihren Twitterkanal öffentlich gemacht und mit ihren Schilderungen Empörung in dem sozialen Netzwerk ausgelöst.

Von Hanning Voigts

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