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Wohnungen von Vonovia an der Stephan-Heise-Straßen in der Frankfurter Siedlung Westhausen. Foto: Peter Jülich
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Wohnungen von Vonovia an der Stephan-Heise-Straßen in der Frankfurter Siedlung Westhausen.

Wohnungsmarkt

Frankfurt: Vonovia bremst Mietanstiege

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Das Wohnungsunternehmen Vonovia will die Mieten in Frankfurt im Schnitt nur noch um ein Prozent im Jahr erhöhen. Dazu hat es sich in einer Vereinbarung mit der Stadt verpflichtet.

Vonovia will die Mieten in Frankfurt drei Jahre lang im Schnitt um höchstens ein Prozent jährlich erhöhen. Für zwei weitere Jahre will das größte deutsche Wohnungsunternehmen die Mieten höchstens in Höhe der Inflation anheben. Diese Selbstverpflichtung ist ein zentraler Bestandteil einer Vereinbarung für klimagerechtes und bezahlbares Wohnen, die der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Vonovia-Vorstand Arnd Fittkau am Montag vorgestellt haben.

Der Dax-Konzern, dem in Frankfurt etwa 11 500 Wohnungen gehören, verpflichtet sich darin zudem, die Mieten nach energetischen Sanierungen um höchstens zwei Euro pro Quadratmeter zu erhöhen. Bei besonderen Belastungen während der Bauarbeiten will er Mieter:innen Ersatzwohnungen anbieten. Bisher stieß das Vorgehen des Immobilienkonzerns bei der Nachverdichtung und Modernisierung von Siedlungen in Frankfurt immer wieder auf Kritik.

Vonovia will in Frankfurt 100 Wohnungen für Wohnsitzlose bereitstellen

Vonovia legte sich in der Vereinbarung mit der Stadt zudem darauf fest, auch bei Projekten, für die der Baulandbeschluss der Stadt nicht gilt, 30 Prozent geförderte Wohnungen zu bauen.

Vonovia wird Mieter:innen, die glaubhaft machen könnten, dass sie wegen der Corona-Pandemie Einkommensverluste haben, keine Kündigungen aussprechen und ihnen nicht mit Zwangsräumung drohen. Das Unternehmen will langfristig 100 Wohnungen für Menschen bereitstellen, die wohnungslos sind oder in Gefahr sind, wohnungslos zu werden.

Frankfurter Oberbürgermeister sieht Vereinbarung mit Vonovia als Meilenstein

Die städtische Stabsstelle Mieterschutz soll jährlich überprüfen, ob sich Vonovia an die mit der Stadt getroffenen Regelungen hält.

Feldmann nannte die Vereinbarungen einen „echten Meilenstein“. Die Begrenzung der Mieterhöhungen bei dem Unternehmen werde die Preisentwicklung auf dem sehr überhitzen Wohnungsmarkt dämpfen. Nachdem ABG und Nassauische Heimstätte die Mietanstiege bereits für alle oder einen Teil der Mieter:innen auf ein Prozent im Jahr begrenzt hatten, gebe es nun einen „Mietpreisstopp“ für mehr als 80 000 Wohnungen in Frankfurt, sagte der Oberbürgermeister.

Vonovia-Vorstand spricht von moderater Mietenpolitik

Planungs- und Wohnungsdezernent Mike Josef (SPD) stellte heraus, dass es erstmals gelungen sei, eine solche Vereinbarung mit einem privaten Wohnungsunternehmen zu schließen. Feldmann und er appellierten an weitere Wohnungsunternehmen, dem Beispiel Vonovias zu folgen.

Vonovia-Vorstand Fittkau sagte, das Unternehmen sei langfristig orientiert und verfolge eine moderate Mietenpolitik. Prinzipiell schließe die Vereinbarung einzelne höhere Mieterhöhungen in Frankfurt nicht aus, sagte er auf Fragen hin. Auch diese würden dann aber eher gering über dem vereinbarten Durchschnittswert liegen.

Vonovia will in Frankfurt weiter wachsen

Bisher vermiete Vonovia die Wohnungen in Frankfurt im Schnitt für neun Euro pro Quadratmeter, sagte Frederic Neumann, der als Geschäftsführer Vonovia Süd für das Rhein-Main-Gebiet zuständig ist, bei der Pressekonferenz. Zuletzt habe das Unternehmen die Mieten um ein bis zwei Prozent pro Jahr erhöht, hieß es.

Gern würde Vonovia in Frankfurt weiter wachsen. Neumann hielt am Montag auf Fragen hin weitere Wohnungskäufe für möglich. Er sprach aber auch von Nachverdichtungen, etwa durch Aufstockungen und Dachausbauten.

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