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Lösungen adaptieren, die andernorts funktionieren: ein zentrales Prinzip von Volt. christoph boeckheler
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Lösungen adaptieren, die andernorts funktionieren: ein zentrales Prinzip von Volt. christoph boeckheler

Kommunalwahl

Frankfurt: Volt im Aufwind

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Die kleine proeuropäische Partei holt 3,5 Prozent der Stimmen und zieht voraussichtlich als Fraktion in den Römer ein. Spitzenkandidatin Eileen O’Sullivan freut sich über das Ergebnis.

Aus dem Stand auf 3,5 Prozent der Stimmen: ein beachtliches Ergebnis für die paneuropäische Partei Volt, die in Frankfurt zum ersten Mal zur Kommunalwahl angetreten ist. Damit holt Volt unter den kleineren Wahllisten mit Abstand die meisten Stimmen. Noch läuft die Auszählung, doch es sieht danach aus, dass Volt als Fraktion in den Römer einzieht. Nach aktuellem Stand bekommt die junge Partei drei Sitze im Stadtparlament. Für Spitzenkandidatin Eileen O’Sullivan wäre damit das Ziel erreicht.

„Wir freuen uns total“, sagt die 25-jährige Politikstudentin. „Wir haben auf die Fraktion hingearbeitet, das war unser Ziel.“ Als Überraschungserfolg würde sie ihr Abschneiden nicht unbedingt bezeichnen. „Ein wenig Überraschung ist bei uns schon immer mit dabei, aber wir haben gemerkt, dass das, was wir sagen, gut ankommt.“ Den Erfolg führt sie darauf zurück, dass Volt im Wahlkampf in Frankfurt konkrete Forderungen gestellt und Konzepte präsentiert habe.

Die proeuropäische Partei arbeitet mit dem Best-Practice-Prinzip; schaut sich also an, was in anderen Städten gut funktioniert und wie man das adaptieren könnte. Gut zu sehen war das auf ihren Wahlplakaten. „Bezahlbar wohnen wie in Wien?“ oder „Mitmachpolitik wie in Reykjavik?“ war da unter anderem zu lesen.

„Eine verkehrsfreie Innenstadt wie in Barcelona, Fahrradfahren wie in Kopenhagen: Das kann man sich anschauen, das ist alles sehr greifbar“, sagt O’Sullivan. Diese Konzepte habe Volt den Frankfurter:innen präsentiert. „Wir waren viel auf der Straße unterwegs, in der letzten Woche vor der Wahl hatten wir jeden Tag einen Wahlstand und haben noch mal richtig Gas gegeben“, so die junge Politikerin. „Besonders da, im direkten Gespräch mit den Menschen, konnten wir überzeugen.“

Zu der Frage, mit welchen Parteien Volt Frankfurt Gemeinsamkeiten sieht, möchte O’Sullivan sich noch nicht äußern. Einige Forderungen fänden sich auch in den Wahlprogrammen anderer Parteien, aber: „Wir warten erst mal die Endergebnisse am Donnerstag ab und überlegen dann konkret.“ Thematisch kann sie aber schon mehr verraten: Die Themen, die auch im Wahlkampf gesetzt wurden – wie Verkehrswende, digitale Strategie und bezahlbarer Wohnraum – werden Priorität haben.

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