Volkshochschule

Frankfurt: VHS läuft trotz Corona wieder an

  • Christoph Manus
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Die Frankfurter Volkshochschule will trotz Corona-Krise ihr Herbstprogramm in vollem Umfang anbieten. Noch gilt es allerdings zu improvisieren.

Die Frankfurter Volkshochschule (VHS) blickt trotz immer noch großer Einschränkungen in der Corona-Krise optimistisch in die Zukunft. Das Herbstprogramm der Bildungseinrichtung, das vom 30. Juni an ausliegen soll, wird 2300 Kurse enthalten – so viele wie zu normalen Zeiten. „Wir gehen davon aus, dass wir im Herbst unsere Kurse wieder in vollem Umfang anbieten können“, bekräftigte die Frankfurter Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Dienstagnachmittag. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass dann wieder die benötigten Räume für die Angebote zur Verfügung stünden.

Die VHS hat, wie Betriebsleiterin Truda Ann Smith sagte, eine Durststrecke hinter sich. Fast zwei Monate lang war kein Präsenzunterricht möglich. Erst seit 11. Mai läuft dieser langsam wieder an. Im Bildungszentrum Ost und im Volkshochschulzentrum Nord gibt es bereits wieder Kurse. Kommende Woche soll auch das Volkshochschulzentrum West wieder öffnen. Dabei sind an den Kursorten die Tische mit ausreichend Abstand aufgestellt, sind die Wege in die Kursräume so ausgeschildert, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Fluren nicht zu nahe kommen, gilt in den Gängen und im Eingangsbereich Maskenpflicht. Ziel sei es, auch Seniorinnen und Senioren und Menschen mit einem höherem Risiko zu erkranken die Angst zu nehmen, die Kurse zu besuchen, sagte Weber.

Für das laufende Semester wäre Leiterin Smith schon froh, wenn am Ende ein Drittel der Angebote stattgefunden hätte. Die Volkshochschule hat, wie sie und Weber schildern, in den vergangenen Wochen, unter denen vor allem die Kursleiterinnen und Kursleiter sehr gelitten hätten, viel improvisieren müssen, viel Neues ausprobiert. Zusätzlich zum anlaufenden Präsenzunterricht lädt die Einrichtung etwa zur „VHS im Wohnzimmer“. Von diesen Online-Kursen gebe es bereits 83, hieß es. Und sie kämen gut an.

Viel getan habe die Volkshochschule, um die Besucher von Integrations- und Deutschkursen sowie die Menschen, die bei ihr einen Haupt- oder Realschulabschluss erwerben wollen, nicht im Stich zu lassen, sagte Weber. Trotz Corona hätten die Kursleiter intensiven Kontakt gehalten, etwa eine Art von Homeschooling angeboten.

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