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Haben ein Herz für die Kunstschaffenden (von links): Arne Pottharst, Katharina Walther, Alexandra Rohrbach und Peter Schön.
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Haben ein Herz für die Kunstschaffenden (von links): Arne Pottharst, Katharina Walther, Alexandra Rohrbach und Peter Schön.

Kultur in Frankfurt

Frankfurt: Virtuelles Treffen mit Hilde aus Bornheim

  • Anja Laud
    vonAnja Laud
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„Kultur im Wohnzimmer“ organisiert ehrenamtlich in Frankfurt Onlineauftritte für Künstlerinnen und Künstler. Die Erlöse sollen den Kulturschaffenden zugute kommen.

Stefani Kunkel gönnt sich in ihrer Rolle als „Hilde aus Bornheim“ einen Schluck Ebbelwei aus ihrem Gerippten. Der Schauspielerin schauen dabei 49 Kameras zu. Ihre Bühne ist ihre Küche, die mehr als 100 Zuschauerinnen und Zuschauer sitzen daheim auf Sofas oder in Sesseln. Möglich macht diese virtuelle Begegnung „Kultur im Wohnzimmer“. Dahinter stecken zwei Frankfurterinnen und zwei Frankfurter, die Künstler:innen in dieser für sie so schweren Zeit helfen wollen.

„Wir gehen alle gerne ins Theater. Als die im ersten Shutdown schließen mussten, kam uns die Idee, selbst Künstlerinnen und Künstler einzuladen“, erzählt Alexandra Rohrbach. Gemeinsam mit Arne Pottharst, Katharina Walther und Peter Schön organisierte sie ehrenamtlich die Veranstaltungsreihe „Kultur im Garten“. Als Erster trat im Mai vorigen Jahres der Schauspieler Jochen Nix streng nach den geltenden Hygieneregeln in einem Garten im Nordend auf. Weitere Veranstaltungen folgten, zum Beispiel mit Kunkel, freies Ensemblemitglied des Stalburg-Theaters, und Michael Quast, dem Intendant der Volksbühne. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda wuchs die Zahl derjenigen, die die Künstlerinnen und Künstler live sehen wollten.

Veranstaltungen

„Kultur im Wohnzimmer“ präsentiert am Samstag, 15. Mai, 20.15 Uhr, „ZoomVegas“, eine interaktive Online-Zaubershow mit dem Zauberkünstler Florian Otto. Anmeldung ab sofort.

Ein „Wohnzimmer-Familienkonzert“ bietet die Gruppe in Kooperation mit dem Familiengesundheitszentrum Frankfurt am Sonntag, 30. Mai, 10.30 Uhr, an. Anmeldung ab 16. Mai. lad

www.kultur-im-wohnzimmer.de

Nachdem es im Herbst zu kalt für „Kultur im Garten“ wurde und der zweite Shutdown kam, entschieden die vier im November, online weiterzumachen. Noch während sie diesen Entschluss fassten, hatte Pottharst, ein IT-Fachmann, für „Kultur im Wohnzimmer“ eine Plattform gebaut, auf der sich Zuschauer:innen registrieren lassen und Veranstaltungen buchen können. Als Probelauf fungierte eine Wohnzimmer-Spendengala, die sie für das Familiengesundheitszentrum organisierten.

Wer bei einer Veranstaltung von „Kultur im Wohnzimmer“ dabei sein will, zahlt 15 Euro für eine Streamingkarte. Alle Einnahmen aus dem Kartenverkauf gehen an die Künstler:innen. „Es macht uns Spaß“, sagt Walther zum Engagement des Quartetts.

Alle Auftritte im Livestream bereiten die Organisator:innen mit den Akteur:innen vor, inklusive einer Technikprobe. Während der Veranstaltung gibt es eine Pause für „Foyer-Gespräche“, in denen die Zuschauer:innen ins Gespräch kommen können.

Stefani Kunkel hat dafür keine Zeit. Sie muss sich in der Pause umziehen und Musikeinspieler vorbereiten. „So ein Onlineauftritt ist anstrengend, ich spiele ja in meinen Computer hinein“, sagt sie. Die Reaktionen ihres Publikums kann sie theoretisch über Bilder am Bildschirmrand sehen. Aber sie muss sich während ihres Auftritts konzentrieren. Feedback bekommt sie erst hinterher. Wegen des großen Erfolgs ihres ersten Onlineauftritts war sie jetzt schon zum zweiten Mal bei „Kultur im Wohnzimmer“ dabei.

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