Rebecca Arnolds (31) ist viel in Kontakt mit Kunden, Angst sich anzustecken, hat sie aber nicht. köneke

Corona-Krise

Frankfurt: Vielseitige Marktleiterin

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Rebecca Arnolds sorgt mit ihrem Team dafür, dass die Menschen während der Corona-Krise versorgt sind.

Am Vormittag ist es ruhig im Alnatura in der Hanauer Landstraße. Keine Schlangen bilden sich vor dem Bio-Supermarkt im Frankfurter Ostend. Rebecca Arnolds sorgt mit ihrem Team dafür, dass die Menschen während der Corona-Krise versorgt und die Regale so gut es geht gefüllt sind. Homeoffice ist für sie nicht möglich. Angst, sich, ihren Sohn oder Partner anzustecken habe sie aber nicht, sagt die Marktleiterin. „Ich bin ja vorsichtig.“ Vor den Kassen und der Bäckerei-Auslage sind Scheiben aus Plexiglas angebracht, für Mitarbeiter und Kunden liegen Handschuhe und Desinfektionsmittel bereit. Insgesamt dürfen sich nur 28 Menschen im Markt aufhalten und müssen einen Einkaufswagen schieben.

„Anfangs musste man die Kunden noch an die Regeln erinnern und einige reagierten irritiert“, berichtet Arnolds, die seit ihre Ausbildung vor zehn Jahren bei Alnatura arbeitet. Aber das habe sich gelegt. Die meisten hätten Verständnis. Auch dafür, dass mal nicht alles da ist. „Es gibt auch Kunden, die sich für unsere Arbeit bedanken, das ist schön zu hören.“ Das habe es vor Corona-Zeiten nicht gegeben.

Mehr Wertschätzung, etwa von der Politik, brauche sie nicht, sagt die 31-Jährige. Einen Bonus gibt es von der Geschäftsleitung. Als Dankeschön für ihren Einsatz erhalten alle Angestellten steuerfrei einen Betrag auf die Mitarbeiterkarte. Diesen können sie in den Alnatura-Filialen einlösen. Außerdem kommen Mitarbeiter aus dem Büro der Zentrale und helfen Kollegen in den Läden, wenn Unterstützung gebraucht wird.

Ein wenig mehr zu tun habe sie schon, sagt Arnolds, die in Königstein lebt, denn es komme ja mehr Ware an. Die müsse eingeräumt und ausgezeichnet werden. Und falls jemand krank sei, springe sie nicht selten ein.

An der Diskussion über die schlechte Bezahlung der Kassierer könne sie sich nicht beteiligen. Sie wolle sich nicht beschweren, sie verdiene nach Tarif. Auch alle Alnatura-Mitarbeiter bekämen mindestens den internen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde. Und auch ihre Berufswahl hat sie nie bereut, „ich mag den direkten Kundenkontakt“, versichert Arnolds. Denn neben dem Dienstpläne Erstellen, Einstellungen und Ware Bestellen, sitzt sie immer noch an der Kasse, verkauft an der Brottheke oder räumt Produkte ein. jkö

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