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Viele Pflegekräfte haben sich mit Covid-19 infiziert.

Ausschuss

Viele Pflegekräfte mit Covid-19 infiziert

  • Stefan Simon
    vonStefan Simon
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Über die Hälfte der Alten- und Pflegeheime sind betroffen. Die Arbeiten und Vorbereitungen zur Errichtung des Impfzentrums am Messegelände haben begonnen. Es soll am 11. Dezember einsatzbereit sein

Zum letzten Sozial- und Gesundheitsausschuss in diesem Jahr kam es während der Sitzung im Römer am Donnerstag Abend zu einem Paukenschlag. Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) nannte die wichtigsten Punkte aus dem Corona-Lagebericht des Gesundheitsamts.

Sorge bereite ihm die hohe Anzahl an infizierten Pflegekräften in Alten- und Pflegeheimen. Laut Majer liegt diese bei 181. Betroffen seien 28 von 50 Häuser. Darüberhinaus seien 194 Bewohnerinnen und Bewohner infiziert, 97 davon werden im Krankenhaus behandelt. Des Weiteren gebe es Ausbrüche in sechs sozialen Einrichtungen mit 64 Infizierten. Drei davon liegen im Krankenhaus. „Covid 19 wird insbesondere von den Beschäftigten in die Häuser eingeschleppt. Daher sollte das Personal als erstes geimpft werden, damit wir eine Stabilität in die Häuser bekommen“, sagte er.

Eine weiterer Punkt, die manchem Ausschussmitglied Sorgenfalten auf die Stirn brachten, war die Anzahl der durch oder mit Covid-19 Verstorbenen. Am 2. Dezember waren es 213. Elf Tage zuvor waren es 159. Zum Vergleich: Am 18. September waren es 70 Menschen.

Verena David (CDU) befand die Anzahl von 181 mit dem Coronavirus infizierten Pflegekräfte als „besorgniserregend“. „Daran erkennen wir doch eine klare Durchseuchung in Pflege- und Altenheimen und in weiteren sozialen Einrichtungen.“

Auch Birgit Ross von den Grünen zeigte sich besorgt. Für sie seien die Hygienekonzepte nicht effizient genug. Und fügte hinzu: „Die Pflegeheime sind ein kritischer Punkt.“ Doch es gab aus Sicht von Gesundheitsdezernent Stefan Majer auch gute Nachrichten. Auf dem Messegelände wird ein Impfzentrum errichtet, sagte er. „Die Arbeiten und Vorbereitungen haben bereits begonnen.“ Laut Vorgabe vom Land Hessen sollen die Impfzentren am 11. Dezember einsatzbereit sein.

Ziel sei es, in den nächsten Monaten 60 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter zu impfen. Man wolle 4000 Menschen pro Tag impfen lassen. Um das zu erreichen, plant Majer mit niedergelassenen oder im Ruhestand befindliche Ärzt:innen, mit Freiwilligen, Krankenschwestern, Rettungdienst- und Katastrophenschutzpersonal oder Studierende der Medizin.

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