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Frankfurt: Viele Highlights auf der Herbst-Dippemess

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Von: Timur Tinç

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Das Kinderkarussell „Auf dem Highway ist die Hölle los“ spricht eher jüngere Gäste an. Michael Schick
Das Kinderkarussell „Auf dem Highway ist die Hölle los“ spricht eher jüngere Gäste an. Michael Schick © Michael Schick

Das Volksfest am Ratsweg startet am Freitag für neun Tage. Die Schaustellerfamilien hoffen auf einen großen Andrang, um ihre hohen Ausgaben zu kompensieren.

Christian Ewald steht vor dem „Transformer“ auf dem Festplatz am Ratsweg. Drei Jahre war das Fahrgeschäft nicht mehr zum Einsatz gekommen. Erst kam Corona, dann wurde es auf den neuesten Stand der Technik umgebaut und musste allerhand Prüfungen durchlaufen. Bei der Herbst-Dippemess in Frankfurt, die am heutigen Freitag, 9. September, beginnt, feiert das Fahrgeschäft seine „Wiederauferstehung“, wie es Schausteller Ewald formuliert.

Herbst-Dippemess: 117 Stände sind auf dem Festplatz am Ratsweg

Auch die Herbst-Dippemess erlebt in gewisser Weise eine Wiederauferstehung, nachdem sie im vergangenen Jahr nur als Dippemess-Park unter strengen Auflagen stattfinden konnte. In diesem Jahr können sich die Menschen auf dem Rummelplatz wieder – genauso wie bei der Frühjahrs-Dippemess – frei bewegen. „Wir haben viele Highlights. Allein drei Überkopf-Fahrgeschäfte“, sagt Thomas Roie, Vorsitzender des Frankfurter Schaustellerverbands. Dass es spektakulär zugeht, werde auch vom Publikum verlangt. Insgesamt wird es 117 Geschäfte geben, davon 17 Fahr- und Belustigungs- sowie 13 Kinderfahrgeschäfte.

Die Dippemess

Die Herbst-Dippemess startet am Freitag um 15 Uhr. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Donnerstag von 15 bis 23 Uhr. Freitag: 15 bis 24 Uhr, Samstag: 12 bis 24 Uhr und Sonntag 12 bis 23 Uhr. Montag ist Ruhetag. Am Dienstag, 13. September ist Kindertag. Kinder unter zwölf Jahren bekommen für alle Fahrgeschäfte zwei Tickets zum Preis von einen.

„Wir haben das Maximale herausgeholt“, sagt Thomas Feda, Chef der städtischen Tourismus- und Congress GmbH. Durch den Neubau des Bornheimer Familienbads fehlen Flächen und somit Einnahmen. Auch ein Festzelt gibt es nicht, weil es nicht mehr tragbar war. Thomas Roie blickt immer noch mit etwas Sorge auf die Diskussion um einen neuen Festplatz auf dem Rebstockgelände. Am Ratsweg soll die Europäische Schule gebaut werden. „Die Formel im Magistrat heißt: nichts gegen die Schausteller“, versuchte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zu beruhigen.

Dippemess: Gestiegene Preise werden nur zu Teilen an die Kundschaft weitergegeben

Der OB freut sich, dass der Kindertag am Dienstag, 13. September, zurückkehrt. Dort können Kinder im Alter von bis zu zwölf Jahren zwei Tickets zum Preis von einem erwerben. Um eine Erhöhung der Preise für Getränke, Essen und Fahrgeschäfte sind die Schausteller:innen nicht herumgekommen.

„Wir haben in diesem Jahr aber maximal zehn Prozent aufgeschlagen“, sagt Roie. „Wenn es nach den Preisen geht um uns zu bewegen, um zu tanken, um Energiepreise und Lohnkosten aufzufangen, hätten alle mindestens 35 Prozent draufschlagen müssen.“ Das Bier sei allein 40 Prozent teurer geworden. „Wir können es so nicht weitergeben. Wir wollen Volksfest bleiben“, sagt Roie. Er hofft deswegen auf einen großen Andrang an den neun Tagen bis zum 18. September. „Nur über die Masse können wir es so kompensieren, dass es bezahlbar bleibt“, so Roie.

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