Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Viele wollen in diesem Jahr ihre Weihnachtsfeier kleiner und draußen begehen.
+
Viele wollen in diesem Jahr ihre Weihnachtsfeier kleiner und draußen begehen.

Betriebe in Frankfurt

Frankfurt: Viele Weihnachtsfeiern wegen Corona abgesagt

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
    schließen

Viele Betriebe in Frankfurt sagen ihre großen Weihnachtsessen coronabedingt ab. Die Gastronomie trifft das hart - aber einige überlegen sich kreative Lösungen.

Frankfurt am Main - Die Stimmung für große Weihnachtsfeiern ist in Frankfurt im zweiten Corona-Winter wenig euphorisch: Die Corona-Infektionszahlen steigen, das Robert Koch-Institut warnt vor größeren Zusammenkünften. Bei den Städtischen Bühnen wird es pandemiebedingt gar keine Weihnachtsfeier geben. Die Förderbank KfW hatte für ihre Mitarbeiter:innen einen Weihnachtsmarkt mit Hygienekonzept und Personenbegrenzung im Freien geplant. Aber am Dienstag (16.11.2021) entschied sich der Vorstand, aufgrund der aktuellen Inzidenz-Situation den Weihnachtsmarkt abzusagen. Das teilte eine Sprecherin mit.

Die Turngemeinde Bornheim (TG) hat sich auch gegen Weihnachtsfeiern entschieden. „Das ist aktuell nicht die Phase dafür“, sagt Thomas Völker, der Geschäftsführer der TG Bornheim. Normalerweise gebe es auch immer eine Kinder-Weihnachtsfeier, die eben auch so nicht stattfinden wird. Alternativ planen sie auf dem Parkplatz des Sportcenters in der Inheidener Straße einen Familienweihnachtsmarkt am 29. November für Mitarbeiter:innen, Mitglieder sowie Interessierte. „Wir warten aber die neuen Corona-Maßnahmen, die in diesen Tagen beschlossen werden, ab. Und entscheiden dann final“, sagt Völker.

Corona: Fraport plant Online-Feiern

Beim Flughafenbetreiber Fraport wird es zwar keine große Weihnachtsfeier geben. Fraport-Sprecher Jürgen Harrer sagt aber, dass jede Abteilung für sich selbst entscheide, ob sie zusammenkomme. Wichtig sei dabei, dass sie sich an die Pandemieregeln hielten. Feiern in Innenräumen seien nicht geplant. „Es gibt Treffen im Außenbereich oder Online-Weihnachtsfeiern.“ Mit seinem Team überlegt er eine Winterwanderung zu machen.

Und wie reagiert die Gastro-Welt? Der Frankfurter Koch und Gastronom Simon Horn hat diese Woche schnell umgeplant. Denn: „Die Weihnachtsfeiern waren schon längst eingetütet. Aber es ist nicht das Zeichen der Stunde bei den hohen Inzidenzen jetzt Weihnachtsfeiern mit 300 Menschen auszurichten“, sagt Horn.

Corona in Frankfurt: Große nervosität bei der Gastronomie

Die Absagen inmitten des zweiten Pandemie-Winters beträfen nicht die kleineren Feiern in seinem Restaurant „Margarete“ in der Braubachstraße, sondern eben die großen Firmenfeiern in der Off-Location „Danzig am Platz“ im Ostend. „Alternativ wollen wir das leerstehende Hochhaus-Gebäude auf unserem Areal nutzen. Statt Feiern mit 200 Leuten, verteilen wir die Gäste auf verschiedene Stockwerke. 20 Menschen pro Raum mit eigenem Buffet.“ Über Lautsprecherboxen hören alle den gleichen DJ, wenn gewünscht, kann auch die Rede des Chefs über die Boxen laufen. „So gibt es zumindest den Spirit der Gemeinsamkeit“, sagt Horn. Die Idee werde gut angenommen.

Der Gastronom Robert Mangold, der auch Fachbereichsvorstand Gastronomie des Dehoga Hessen ist, sagt über die Lage in Frankfurt: „Es herrscht eine große Nervosität bei den Kunden, viele sagen ab. Denn es gibt viele Bedenken. Welche Regeln werden bis dahin gelten? Die Angst, dass alle absagen, je nachdem was politisch nun beschlossen wird, ist groß bei den Gastronomen.“ Aktuell gibt es zwei Möglichkeiten: Einmal die 2G-Regel, also nur Geimpfte oder Genesene ohne Maske und Abstand reinzulassen. Oder eben 3G: Genesene, Geimpfte und Ungeimpfte dürfen nur unter Vorlage eines negativen PCR-Tests hinein.

Weihnachtsfeiern in Frankfurt: Größere Gruppen sagen komplett ab

Mangold sagt: „Die Politik hat versagt, die Nation zum Impfen zu motivieren. Länder wie Spanien und Portugal haben eine viel bessere Impfquote.“ Er selbst bietet seinen Gästen an, ihre Weihnachtsfeier im Gesellschaftshaus des Palmengarten nach draußen auf die Terrassen zu verlegen. An kleinen Buden gibt es Hüttenspezialitäten. „Aber nicht jeder hat die Möglichkeit die Feier nach draußen zu verlegen. Seit fast zwei Jahren ist das eine desolate Situation für viele Gastronomen. Die Absagen der Weihnachtsfeiern verschlimmern die Situation“, so Mangold.

Luel Mulugeta, der zusammen mit Guy L. Lamaye, das Elaine’s Restaurant im Westend sowie das Greenhouse und das Elaine’s Deli in der Innenstadt betreibt, sagt, auch bei ihnen seien die Absagen der Weihnachtsfeiern spürbar. Sowohl würden als Grund die steigenden Inzidenzen wie auch die seit Donnerstag notwendigen PCR-Tests für Nicht-Geimpfte angegeben: „Wir bieten als Alternative einen kleinen Weihnachtsmarkt mit zwei Hütten und einem Karussell draußen vor dem Taunusturm an.“ Gegessen wird an Stehtischen, es gibt Glühwein und heißen Moscow Mule. Knapp 20 Prozent der Gäste, die ansonsten abgesagt hätten, würden das Angebot annehmen. „Das sind dann geschlossene Gesellschaften bis zu 15 Personen. Größere Gruppen sagen komplett ab oder wollen ihre Weihnachtsfeier aufs Frühjahr verschieben.“ (Kathrin Rosendorff)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare