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Der Abgang zur B-Ebene der Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt könnte mit seiner Zwischenebene ein Ort für Veranstaltungen werden. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) spricht von einer städtischen Arena.
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Der Abgang zur B-Ebene der Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt könnte mit seiner Zwischenebene ein Ort für Veranstaltungen werden. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) spricht von einer städtischen Arena.

Stadtgestaltung

Frankfurt: Wie die Pläne zur Umgestaltung der Hauptwache ankommen

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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In Frankfurt will selbst die CDU nicht mehr um jeden Preis am Deckel über dem Treppenabgang festhalten. Planungsdezernent Mike Josef will den Ort für Veranstaltungen umgestalten.

Frankfurt - Das größte Lob kam vom einstigen politischen Gegner. „Ganz klasse, was hier Mike Josef vorschlägt“, schrieb der frühere Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) über den Vorstoß seines Nachfolgers von der SPD. Aus dem „Loch“ an der Hauptwache lasse sich „ein spannender Ort“ machen, erklärte Cunitz, der Mitglied im Bau- und Immobilienausschuss der Industrie- und Handelskammer ist.

In der Magistratssitzung am Freitag (1.10.2021) stellt Planungsdezernent Josef sein Vorhaben vor, auf den seit einem Jahrzehnt geplanten Deckel über dem riesigen Treppenabgang an der Hauptwache zu verzichten. Dafür soll die Fläche so umgestaltet werden, dass sie etwa für Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Frankfurter Rundschau hatte über die neuen Pläne berichtet.

Hauptwache in Frankfurt wird umgestaltet

Die Reaktionen fielen fast durchweg positiv aus – und zwar nicht nur bei den Grünen, die mit der SPD eine Koalition bilden. Da ein Deckel teuer sei und wegen der anstehenden Arbeiten der VGF in der B-Ebene derzeit ohnehin nicht gebaut werden könne, böte sich eine neue Planung unter Beteiligung der Bürger:innen an, sagte Grünen-Fraktionschef Dimitrios Bakakis. Wichtig sei, dass Lösungen für mehr Grün gefunden würden – eine „Herausforderung“, da sich die Fläche nicht entsiegeln lasse.

Auch von der CDU kam zumindest keine deutliche Ablehnung. Zwar hatten die Christdemokraten gerade erst (vergeblich) gefordert, die Planung für den im Jahr 2010 beschlossenen Decke endlich voranzutreiben. „Aber wir verschließen uns auch neuen Lösungen nicht“, sagte der planungspolitische Sprecher der Fraktion, Albrecht Kochsiek, auf Anfrage der FR.

Vor allem müsse der Platz möglichst schnell neu gestaltet werden. Etwas enttäuscht sei er, dass es noch keinen städtebaulichen Wettbewerb zu dem Thema gegeben habe, sagte Kochsiek. Dabei könnten Architekturbüros ihre Vorstellung für die neue Hauptwache einbringen.

Umbau der Hauptwache in Frankfurt: Handel drängt auf Tempo

Den Faktor Zeit hob auch Sven Rohde, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Hessen, hervor. Die große Lösung mit einem Deckel „ist nicht bezahlbar und dauert zu lange“. Die Umgestaltung müsse aber jetzt erfolgen und könne nur „ein Mosaikstein“ zur Belebung der Frankfurter Innenstadt sein.

Die City und insbesondere die Zeil müssten „wieder ein Ort des Zusammenkommens werden“, sagte Rohde. „Der Handel braucht neue Nachbarn. Kunst und Kultur an der Hauptwache können ein Beispiel dafür sein.“ (Georg Leppert)

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