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Die Polizei in Frankfurt will die Videoüberwachung an der Allerheiligenstraße fortsetzen. Auch am Hauptbahnhof stehen bereits Kameras. (Symbolbild)

Kampf gegen Kriminalität

Polizei Frankfurt will Videoüberwachung fortsetzen - Kritik an Konzept

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Die Polizei in Frankfurt hält die Videoüberwachung an der Allerheiligenstraße für hilfreich und will sie fortsetzen. Das sieht nicht jeder so. 

Frankfurt - Die Frankfurter Polizei möchte die Videoüberwachung in der Allerheiligenstraße fortsetzen. Polizeipräsident Gerhard Bereswill hat die Fraktionen im Römer angeschrieben und für eine Fortsetzung des Projekts geworben. 

In der kommenden Sitzung des Rechtsausschusses werde Bereswill die Vorzüge der Kameraüberwachung in der östlichen Innenstadt erläutern, kündigte Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) am Montagabend an. Die Polizei sei sehr zufrieden mit den Ergebnissen, so Frank.

Frankfurt: Videoüberwachung an Kreuzung Allerheiligenstraße/Breite Gasse

Die Allerheiligenstraße gilt als einer der Umschlagplätze für Drogengeschäfte. Um diese zu unterbinden, hatte die Polizei im Juni 2018 eine mobile Kamera an der Kreuzung Allerheiligenstraße / Breite Gasse installieren lassen. 

Die Kamera, die Bilder direkt ins Polizeipräsidium liefert, sollte zunächst für ein Jahr erprobt werden. Dann sollte entschieden werden, ob sich die Kamera an Ort und Stelle rechne. Schon im November 2018 zog die Polizei eine erste Zwischenbilanz. Die Videoüberwachung „unterstützt uns enorm“, hieß es aus dem Polizeipräsidium. 

Frankfurt: Kritik an Videoüberwachung - Straftäter passen sich an 

Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Der für die Gegend zuständige Ortsbeirat 1 monierte seinerzeit hingegen, dass es weiterhin Drogenkriminalität im Viertel gebe, sie habe sich nur ein Stück weit von der Kamera weg verlagert. 

Die Polizei räumte daraufhin etwas kryptisch ein, es gebe „unweigerlich eine gewisse Anpassung des Verhaltens potenzieller Straftäter“. Die Dealer könnten allerdings auch im nicht überwachten Teil der Allerheiligenstraße nicht ungestört ihren Geschäften nachgehen, betonte die Polizei. Das taktische Konzept, das Einsätze von uniformierten Kräften und Zivilfahndern vorsieht, sei an die neue Entwicklung angepasst worden.

Martin Kliehm (Linke) kritisierte, er habe zu dem Thema im Vorfeld keine Auskunft erhalten. Die Stadtverordneten im Rechtsausschuss freuen sich daher um so mehr, dass der Polizeipräsident sie demnächst zu dem Thema besuchen wird.

Von Oliver Teutsch 

Frankfurt weitet die Videoüberwachung aus, um Kriminalität zu verhindern, Straftaten zu verfolgen und Menschen ein besseres Sicherheitsgefühl zu geben. An einem Standort im Bahnhofsviertel und an der Hauptwache werden erstmals Kameras installiert, an drei weiteren Standorten die Geräte modernisiert.

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