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Gefahr für Radfahrer:innen: sich öffnende Autotüren.
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Gefahr für Radfahrer:innen in Frankfurt: sich öffnende Autotüren.

Mobilität

Umstrittene Verkehrsregelung in Frankfurt: Auf dem Fahrrad „angehupt und zur Seite gedrängt“

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Verkehrsverbände veranstalten eine Aktion auf der Schloßstraße in Frankfurt, um auf die Probleme beim Radfahren aufmerksam zu machen.

Frankfurt – Mit einer Aktion haben die Verkehrsverbände ADFC und VCD in Frankfurt auf die Probleme des Radverkehrs in der Schloßstraße aufmerksam gemacht.

Sie parkten ein Auto am Straßenrand und öffneten die Fahrertür, auf der ein Schild mit einem Totenkopf klebte. Was bedeutet: So gefährlich kann es sein, wenn Radfahrerinnen und Radfahrer am rechten Straßenrand fahren und sich plötzlich eine Autotür öffnet, gegen die sie in voller Fahrt rauschen.

Überholverbot auf der Schloßstraße: Vielen in Frankfurt ist die neue Regel unbekannt

Bis zum Sommer hatte die Schloßstraße in Bockenheim noch einen Schutzstreifen für den Radverkehr. Den rubbelte die Stadt ab und ersetzte ihn mit einer Verkehrsregelung, welche die Straßenverkehrsordnung neuerdings zulässt. Radfahrerinnen und Radfahren sollen mitten auf der Fahrbahn fahren. Autos tuckern hinterher. Denn Autos dürfen sogenannte einspurige Fahrzeuge, zu denen auch Roller zählen, nicht mehr überholen. Auch gilt Tempo 30 auf dem Abschnitt zwischen Adalbertstraße und Rödelheimer Straße.

„Das Überholverbot ist bei den meisten Kfz-Fahrerinnen und Fahrern aber leider noch nicht angekommen. Und Radfahrerinnen und Radfahrer fahren noch viel zu oft am rechten Straßenrand in der Dooring-Zone“, sagte Bertram Giebeler vom ADFC in Frankfurt. Mathias Biemann von der lokalen Gruppe des VCD wies darauf hin, dass Autofahrerinnen und Autofahrer in der Stadt 1,5 Meter Abstand beim Überholen halten müssen. Wo dieser Abstand nicht eingehalten werden kann, wie auf der Schloßstraße, regeln Verkehrsschilder das Überholverbot.

ADFC Frankfurt fordert: Mehr Kontrollen auf der Schloßstraße in Bockenheim

Die gleichen Schilder stünden in Mainz und in Stuttgart, mit demselben Ergebnis, sagte Giebeler: „Radfahrerinnen und Radfahrer werden angehupt und zur Seite gedrängt. Ein Bewusstsein für die Verkehrsregel ist bei vielen noch nicht vorhanden.“ Abhilfe lässt sich seiner Ansicht nach nur durch häufige Kontrollen schaffen. Die Verkehrspolizei sollte die Schloßstraße im Blick behalten und Verkehrsteilnehmer auf die Einhaltung der Regeln hinweisen, sagte er. „Der erste Schritt ist, die Regel zu kennen, der zweite Schritt, die Regel zu akzeptieren.“

Bei einer Kontrolle seien 30 von 450 Fahrzeugen auf der Schloßstraße zu schnell gefahren. Eine Verkehrsteilnehmerin sei mit 66 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen, sagte Rainer Michaelis vom Straßenverkehrsamt. Weitere Kontrollen seien geplant. (Florian Leclerc)

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