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Ein Wagen des Carsharingunternehmens Book-and-Drive.
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Ein Wagen des Carsharingunternehmens Book-and-Drive.

Verkehr

Oesterling wirbt für Carsharing

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Nutzer haben das gleiche Recht auf Bewohnerparken wie Autobesitzer. Verdruss herrscht über die Entscheidung des Frankfurter Stadtparlaments.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) macht sich für die Möglichkeit des Carsharings in Frankfurt stark. Die Stadt Frankfurt stehe dem Thema positiv gegenüber und sehe diese Mobilitätsform als sinnvolle Ergänzung zum Individualverkehr, weil damit der Parkdruck gemindert werden könne. Oesterling stellte klar, dass Carsharingnutzer:innen beim Bewohner:innenparken Autobesitzer:innen gleichgestellt seien. „Wer auf ein eigenes Auto verzichtet und auf Carsharing setzt, kann ebenfalls einen Bewohnerparkausweis beantragen“, so der Verkehrsdezernent. Voraussetzung sei aber der Nachweis über die Mitgliedschaft in einer Carsharingorganisation.

Laut Oesterling verfügen die drei Frankfurter Carsharinganbieter:innen Stadtmobil, Book-n-drive und Flinkster mittlerweile über ein dichtes Netz an Ausleihstationen. So würden die drei Anbieter:innen etwa in den vier neu eingerichteten Bewohner:innenparkgebieten in Bornheim 29 Mietfahrzeuge an 18 Entleihstationen bereitstellen. Dafür stelle auch die Stadt Frankfurt Parkflächen zur Verfügung wie etwa bei der FES in der Weidenbornstraße. Eine Einschränkung von stationsbasiertem Carsharing aufgrund fehlender Flächen sieht Oesterling daher nicht.

Anders sehe es beim sogenannten Free-floating-Carsharing aus, bei dem die Autos dort zu finden sind, wo sie nach der letzten Nutzung abgestellt wurden. Kostenfreier Parkraum ist in der Stadt aber immer schwerer zu finden. Zwar bieten Unternehmen wie Share-now die kostenfreie Anlieferung der Fahrzeuge, eventuelle Parkgebühren gehen aber zulasten des Unternehmens, was das Geschäft wirtschaftlich uninteressanter macht. Oesterling bekräftigte daher seinen Vorschlag, den Free-floating-Anbieter:innen für das Parken eine Flatrate nach Münchner Vorbild zu gewähren. Die Koalitionsrunde hatte mit der Zusage dieser Vergünstigung aber eine Umstellung der Anbieter:innenflotte auf Elektromobilität verbunden. Die sei aber für die Betreiber:innen uninteressant. „Ich halte diese Entscheidung für falsch, bin aber an den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gebunden“, so Oesterling.

Da die Defizite der Ladeinfrastruktur kurzfristig nicht abgebaut werden könnten, wäre es Oesterling am liebsten, wenn die Koalition den Beschluss aufheben würde. Er stelle ohnehin eine Wettbewerbsverzerrung dar, da von den Betreiber:innen des stationsbasierten Carsharings keine Verpflichtung zur Elektromobilität verlangt werde. Unterstützung erhielt Oesterling von seiner Parteikollegin Ulli Nissen. „Wer die Verkehrswende voranbringen möchte, der sollte dem umweltfreundlichen Umstieg auf neue Mobilitätsformen keine Hürden in den Weg stellen“, so die Bundestagsabgeordnete. Die Stadt Frankfurt sollte die Ansprüche an die Elektrifizierung herunterschrauben.

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