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Einige von ihnen werden im Zoo Frankfurt zu Tierfutter: Zwergziegen im Streichelzoo.

Ostend

Im Frankfurter Zoo werden Ziegen an Tiger und Löwen verfüttert

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Tierschützer von Peta lehnen das Schlachten gesunder Tiere in zoologischen Gärten ab. Doch das kommt gar nicht so selten vor.

Frankfurt – Für Tiger und Löwen im Frankfurter Zoo ist um 15.30 Uhr der kulinarische Höhepunkt des Tages. Dann gibt es frisches Fleisch. Rund 20 Tonnen Fleisch verfüttert der Frankfurter Zoo im Jahr, an Großkatzen, Greifvögel, Erdmännchen, Schlangen. Den größten Teil des Fleisches kaufe der Zoo ein, sagte Sprecherin Caroline Liefke der Frankfurter Rundschau. Es würden aber auch einige Zwergziegen, die im Zoo geboren worden seien, geschlachtet und verfüttert, etwa vier bis sechs im Jahr.

Die Zwergziegen, denen die Besucher im Streichelzoo über die Köpfe tätscheln, landen also teilweise im Gehege der Fleischfresser. Mit Haut und Haaren. „Wenn Zwergziegen zur Fütterung geschlachtet werden, werden die ganzen Körper verfüttert. Das ist für unsere Raubtiere die natürlichste Fütterungsart, denn Haut und Knochen enthalten viele wertvolle Nährstoffe, und die Raubtiere haben Beschäftigung“, sagte Liefke.

Zoo Frankfurt: Verstorbene Tiere werden nicht an Löwen und Tiger verfüttert 

Nicht verfüttert würden verstorbene Tiere, weil deren Fleisch nicht frisch sei, oder Tiere, die eingeschläfert werden mussten, wegen des Narkosegifts. Die zuletzt verstorbenen Giraffen Monique und Hatari wurden auch nicht zu Tierfutter. Sie seien nach der Einschläferung zur pathologischen Untersuchung in den Landesbetrieb Hessisches Landeslabor in Gießen gebracht worden.

Die meisten Zoos würden Tiere züchten und verfüttern, berichtete Sebastian Scholze, Sprecher des Verbands der Zoologischen Gärten. Häufig stünden für Fleischfresser etwa Ziegen, Meerschweinchen und Minischweine auf der Speisekarte. Eintagsküken, also männliche Küken aus der Agrarindustrie, würden verfüttert, seltener Großtiere wie Antilopen. „Man kann Raubtiere nicht vegetarisch füttern“, sagte er. Manche Zoos gingen „sehr offensiv mit dem Thema“ um und erklärten den Besuchern den „natürlichen Ablauf“ während der Fütterungszeiten.

Tierschutzorganisation Peta lehnt das Töten im Zoo Frankfurt ab

Die Tierschutzorganisation Peta lehnt das Töten von gesunden Tieren in Zoos ab sowie grundsätzlich die Haltung von Tieren in zoologischen Gärten. Die Besucher müssten sich bewusst machen, dass Streichelzoos „Werbeträger“ seien, sagte Yvonne Würz, Referentin für Zoo und Zirkus bei Peta. Die Zoos tauschten Tiere aber aus und entledigten sich ihrer bei Bedarf. In deutschen Zoos würden jedes Jahr nach Schätzungen 30.000 bis 40.000 Tiere getötet und als Tierfutter verwertet, ohne Kaninchen und Nagetiere hinzuzuzählen.

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Unter dem verharmlosenden Begriff Populationsmanagement töteten Zoos auch „überschüssige Tiere“, sagte sie. Beispiele seien unter anderem die Tötung von zwei Bantengs, das sind südasiatische Wildrinder, im Tierpark Hellabrunn in München 2016 und die Tötung von drei Tigerbabys im Zoo Magdeburg 2008, weil diese nicht „reinrassig“ gewesen seien. Die Verantwortlichen im Zoo Magdeburg wurden nach einer Anzeige zu Geldstrafen verurteilt.

Zoo Frankfurt erklärt, wann Schlachten sinnvoll ist

Für Aufsehen sorgte die Schlachtung der Giraffe Marius im Zoo Kopenhagen im Jahr 2014. Marius wurde vor den Augen von Besuchern zerlegt und an Raubtiere verfüttert. Daraufhin entlud sich ein Sturm der Entrüstung. Zehntausende forderten in einer Onlinepetition die Schließung des Zoos.

Für den Frankfurter Zoo sei das Schlachten von eigenen Tieren sinnvoll, weil dann garantiert sei, dass diese „ein gutes Leben hatten, mit gesunder Nahrung versorgt und ohne den Einsatz von Medikamenten gehalten wurden“, sagte die Sprecherin des Frankfurter Zoos.

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Zoo Frankfurt: Auf dem Speiseplan stehen auch 15 Tonnen Fisch im Jahr

Auch Fisch werde verfüttert, 15 Tonnen im Jahr, als Tiefkühlware, zum Beispiel an Haie, immer mittwochs um 14.30 Uhr. Tiger und Löwen bekommen übrigens nicht jeden Tag frisches Fleisch. Montags und freitags sind Fastentage.

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