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Frankfurt: Vereint gegen Peter Feldmann

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Von: Steven Micksch

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Die Wahlplakate sollen nun schnellstmöglich in den Stadtteilen aufgehängt werden.
Die Wahlplakate sollen nun schnellstmöglich in den Stadtteilen aufgehängt werden. © Michael Schick

Die Römerkoalition und die CDU starten mit ihrer Plakat-Aktion zur Oberbürgermeister-Abwahl. Doch auch an Frankfurts Haustüren und in Kneipen soll die Wählerschaft mobilisiert werden.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP-Römerfraktion Sebastian Papke klettert auf die Leiter, um ein Plakat an der Straßenlaterne zu befestigen. Unten stehen die Kreisvorstandssprecherin der Grünen, Julia Frank, sowie Grit Winkler, City-Lead bei Volt Frankfurt, und reichen ihm Kabelbinder. Man darf es durchaus ungewöhnlich nennen, dass Vertreter:innen von drei Parteien gemeinsam ein Wahlplakat aufhängen. Aber es ist ja auch eine ungewöhnliche Situation, dass der Frankfurter Oberbürgermeister abgewählt werden soll und die Parteien dafür werben.

Seit Samstag hängen nun also die ersten Plakate, die auf den Bürgerentscheid am 6. November hinweisen und sich für ein Kreuzchen beim Ja-Feld aussprechen, was ein Nein für Peter Feldmann (SPD) bedeuten würde. 5000 Plakate brachte ein Lastwagen am Samstag zur Zentrale der CDU und jener der Grünen. Insgesamt sollen es 12 000 Plakate für ganz Frankfurt sein. Sie werden von CDU, Grünen, Volt und FDP in den einzelnen Stadtteilen verteilt – die SPD beteiligt sich nicht am Aufhängen, hat aber die Plakate mitfinanziert. Damit trotz der vielen Beteiligten alle den Überblick behalten, wird die Plakatierung per App koordiniert.

Zusätzlich wurden 250 000 Flyer bestellt, die an Ständen, in Briefkästen, aber auch beim Haustürwahlkampf verteilt werden sollen. Die Finanzierung der Werbemittel wird von allen fünf Parteien getragen, wobei die Partei, die bei den letzten Wahlen am besten abschnitt, auch den größten Teil der Summe trägt. Die Gesamtkosten beziffert Julia Frank auf etwa 50 000 bis 75 000 Euro.

Vor allem an Samstagen wollen die Parteien auch Infostände im Stadtgebiet aufstellen, um die Menschen auf die Wahl aufmerksam zu machen. Denn gerade das Quorum wird als größte Herausforderung bei der Abwahl angesehen. Es reicht nicht, dass einfach nur die Mehrheit der Wählenden gegen den OB ist, sondern es müssen mindestens 30 Prozent der Wahlberechtigten sein – also braucht es circa 153 000 Ja-Stimmen und eben weniger Nein-Stimmen.

Den Auftakt-Stand gab es bereits am Freitag in Preungesheim. Weitere folgen im ganzen Stadtgebiet, wobei mitunter auch Vertreter:innen aller beteiligten Parteien vor Ort sein werden. Vor allem ein zentraler Stand auf der Zeil soll besonders viele Menschen erreichen.

Neben den gemeinsamen Aktionen kann jede Partei auch noch eigenständige Kampagnen realisieren. So wollen die Grünen noch mit 6000 Bierdeckeln in den Kneipenwahlkampf einsteigen. Auch die Junge Union hat eigene Flyer erstellt und einige am Samstag bereits beim Haustürwahlkampf verteilt.

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