Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Atomwaffengegner:innen am Otto-Hahn-Denkmal.
+
Atomwaffengegner:innen am Otto-Hahn-Denkmal.

Weltfrieden

Verbot von nuklearen Waffen gefordert

  • VonBrüggemann
    schließen

In Frankfurt demonstrieren Friedensinitiativen für einen Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag. Sowohl vom Stadtparlament als auch vom Bund fordern sie mehr Engagement.

Frankfurter Friedensinitiativen haben am Freitag anlässlich des Inkrafttretens des UN-Atomwaffenverbotsvertrags demonstriert. Etwa 30 Personen versammelten sich trotz Regens vor dem Otto-Hahn-Denkmal an der Kleinmarkthalle, um den Erfolg der Friedensbewegung zu würdigen.

Der Vertrag sei für die Unterzeichnerstaaten ab sofort völkerrechtlich verbindlich, sagte Willy van Ooyen von der Friedens- und Zukunftswerkstatt. Deutschland gehöre allerdings nicht dazu. „Da ist der Stillstand spürbar.“ Ziel der aufrufenden Initiativen sei, dass Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag ebenfalls beitritt.

Stadtparlament soll handeln

Ein erster Schritt in diese Richtung ist laut van Ooyen, dass der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) dem Bündnis „Bürgermeister für den Frieden“ beigetreten ist. Allerdings fehle noch das Engagement des Stadtparlaments für dieses Thema. Immerhin haben sich laut dem ehemaligen Landtagsabgeordneten der Linken schon 15 hessische Stadtparlamente zu atomarer Abrüstung bekannt. Für einen Beitritt Frankfurts wolle seine Initiative auch „weiterhin streiten“, etwa im Kommunalwahlkampf.

Der Vertrag sei ein „leuchtendes Beispiel“ und ein „Same des Dialogs und Miteinanders“, sagte Peter Hofacker von Pax Christi. Gleichzeitig forderte er, dass noch mehr Staaten dem Vertrag beitreten. „Kein Konfliktgeschehen legitimiert den Einsatz von Atomwaffen“, erläuterte er. Dieser sei im Gegenteil friedensethisch nicht zu rechtfertigen.

Gerd Bauz von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) hob die Bedeutung Otto Hahns für Frankfurt hervor. Der Frankfurter Chemiker hatte die Kernspaltung von Uran und Thorium entdeckt, sich aber gegen die militärische Nutzung der Kernchemie eingesetzt.

Matthias Jochheim von den Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) verlas eine Stellungnahme des mexikanischen Generalkonsulats in Frankfurt. Die Organisation hatte mehrere Vertretungen von Unterzeichnerstaaten angeschrieben, um ihnen eine Teilnahme an der Kundgebung zu ermöglichen.

Mit Bannern, darunter eines mit der Aufschrift „Hiroshima und Nagasaki warnen, Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt“, und Fahnen mit Friedenstauben machten die Teilnehmer:innen ihre Forderungen sichtbar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare