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Gedenken

Frankfurt: Veranstaltungen zu Novemberpogromen

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Vor 83 Jahren brannten in der Pogromnacht die Synagogen – auch in Frankfurt. In Der Paulskirche wird am Jahrestag der Opfer gedacht.

Am kommenden Dienstag, 9. November, jähren sich die Novemberpogrome zum 83. Mal. Auch in Frankfurt brannten im Jahr 1938 Geschäfte und Synagogen. Um der Opfer der Pogrome zu gedenken, lädt die Stadt am Dienstag um 16.30 Uhr zur Gedenkstunde in die Paulskirche ein. Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) begrüßt die Gäste, auch Benjamin Graumann, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, spricht ein Grußwort. Daniel Cohn-Bendit hält unter dem Titel: „Spurensuche“ einen Vortrag. Die Gedenkstunde wird musikalisch umrahmt. Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, wird gebeten, bis Montag, 8. November, eine E-Mail mit dem Betreff „Gedenkstunde 9. November 1938“ an protokoll@ stadt-frankfurt.de zu schicken oder sich telefonisch unter (069)212-34920 anzumelden. Ein Einlass ohne vorherige Anmeldung ist nicht möglich. Die Teilnahme ist nur für vollständig geimpfte und genesene Personen (2G) möglich.

Ebenfalls am Dienstag ist die Lernnacht zum Novemberpogrom von 1938. Es ist eine wiederkehrende Veranstaltung des Jüdischen Museums. In diesem Jahr thematisiert sie die Kontinuitäten rechtsextremer Gewalt, die sich etwa in dem Anschlag auf die Synagoge von Halle am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gezeigt haben. Den Nachhall dieses Akts rechtsextremen Terrors, bei dem zwei Menschen ermordet wurden, thematisiert die Soundinstallation „After Halle“ von Talya Feldman. Die Lernnacht beginnt mit der Vorführung der Videoarbeiten „Elegy“ von Feldman und „This Makes Me Want to Predict the Past“ von Cana Bilir-Meier.

Bilir-Meier setzt sich mit dem ebenfalls rechtsextrem motivierten Anschlag in einem Münchener Einkaufszentrum im Jahr 2016 auseinander, bei dem neun Jugendliche mit Migrationshinter grund ermordet wurden. Es gibt zudem ein Gespräch mit den Künstlerinnen, und es ist die Eröffnung von Feldmans Soundinstallation, die fortan ein Jahr lang in der Dauerausstellung zu sehen sein wird.

Um vorherige Anmeldung zur Veranstaltung wird unter: besuch.jmf@stadt-frankfurt.de gebeten. Es werden ausschließlich geimpfte oder genesene Personen zur Veranstaltung zugelassen (2G-Regel). Kosten: 5 Euro/ ermäßigt 2,50 Euro. Die Lernnacht ist von 20.30 bis 23 Uhr. Einlass ist ab 20 Uhr im Jüdischen Museum am Bertha-Pappenheim-Platz 1.

Die Initiative Stolpersteine ruft für dieses Wochenende zum Reinigen der in die Bürgersteige eingelassenen Gedenksteine für Opfer des Nationalsozialismus auf. Für die Reinigung der Messingplatten seien Putzmittel für Metalle geeignet. Hilfsmittel wie Drahtbürsten sollten nicht benutzt werden. Zum Steineputzen sind die registrierten „Putzpatinnen“ und „Putzpaten“ aufgerufen, aber auch die Bewohner:innen und Nachbar:innen der Häuser, vor denen Stolpersteine liegen. In Frankfurt liegen inzwischen 1650 Stolpersteine.

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