Gedenken

Frankfurt: Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag

  • schließen

An der Goethe-Uni gibt es am Montag eine Holocaust-Gedenkvorlesung wie auch den Film Back to Berlin. Better by bike than by train“ (2018).  Zudem gibt es Gedenkveranstaltungen und Gottesdienste bereits am Vorabend des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz.

Rund um den Holocaust-Gedenktag am Montag, 27. Januar, gibt es in Frankfurt einige Veranstaltungen. Auf Einladung des Fritz-Bauer-Instituts spricht Ulrike Weckel, Historikerin der Uni Gießen, über Filme, die 1945/46 nach der Befreiung der Konzentrationslagers entstanden – und die Reaktionen des deutschen Publikums darauf. „Beschämender Anblick“ hat Weckel ihren Vortrag überschrieben. Beginn ist um 15.30 Uhr in der Lobby des PA-Gebäudes am Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1.

Für 19.30 Uhr lädt die Uni gemeinsam mit der Wizo-Gruppe Frankfurt zur deutschen Erstaufführung des Films „Back to Berlin. Better by bike than by train“ ein. Der Film von 2018 dokumentiert die Reise elf jüdischer Motorradfahrer von Tel Aviv nach Berlin. Sie sind auf dem Weg zu den ersten Maccabiah Games in Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

Regisseurin Catherine Lurie-Alt dokumentiert diese sehr persönliche Reise in die Familiengeschichte sowie in die Geschichte des Holocausts. Sie wird auch Fragen beantworten. Anmeldung für die Filmveranstaltung im Hörsaalzentrum HZ2 unter der Mailadresse:veranstaltungen@uni-frankfurt.de.

Am Sonntag, dem Vorabend des 75. Jahrestags der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, beginnt um 17 Uhr in der katholischen Kirche St. Bernhard (Koselstraße 11-13) eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus in Kooperation mit der Regenbogen-Crew der Aids-Hilfe Frankfurt und dem Bündnis Akzeptanz und Vielfalt. Dieses Jahr wird der Opfergruppe der sogenannten Asozialen gedacht.

Nicht als Opfer anerkannt

Unter diesem Sammelbegriff fassten die Nationalsozialisten unter anderem Sinti und Roma, homosexuelle Frauen, Prostituierte und Bettler zusammen; in den Konzentrationslagern mussten sie einen schwarzen Winkel tragen. Sie sind bislang nicht offiziell als Opfergruppe anerkannt. Als Redner werden der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) und die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Römer, Jessica Purkhardt, erwartet.

In der Dreikönigskirche am Sachsenhäuser Ufer (Nähe Eiserner Steg) wird es beim Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr exemplarisch für andere Biografien um das Leben der 2019 verstorbenen Zeitzeugin Marlies Flesch-Thebesius gehen. Die spätere Pfarrerin stammte aus einer evangelischen Familie mit jüdischen Vorfahren. „Hauptsache Schweigen!“ war deren Überlebensstrategie in der NS-Zeit.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare