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Gebaut wird viel in Frankfurt. Die neuen Wohnungen, die etwa in Wohntürmen entstehen, können sich aber die wenigsten Berufstätigen leisten.
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Gebaut wird viel in Frankfurt. Die neuen Wohnungen, die etwa in Wohntürmen entstehen, können sich aber die wenigsten Berufstätigen leisten.

Umfrage

Frankfurt: Unzufrieden mit den hohen Mieten

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Beschäftigte klagen über die Wohnungssituation in Frankfurt und Region. Viele pendeln, weil sie sich die Mieten am Arbeitsplatz nicht leisten können.

Beschäftigte in Frankfurt und der Region sind nach einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC mehrheitlich sehr unzufrieden mit dem Wohnungsangebot im Rhein-Main-Gebiet. 87 Prozent halten es für „reine Glückssache, eine bezahlbare Wohnung zu finden“. Etwa sechs von zehn Befragten halten ihre Miete jetzt schon für zu hoch, in Frankfurt noch mehr. Und 87 Prozent gehen davon aus, dass die Mieten in der Region weiter stark oder sogar sehr stark steigen werden.

Eine Folge: Viele Beschäftigte nehmen längere Wege zur Arbeit in Kauf. Mehr als die Hälfte gibt an, gerne näher am Arbeitsplatz wohnen zu wollen, wenn es dort bezahlbaren Wohnraum gäbe. Umgekehrt sagen sechs von zehn Befragten, dass sie bei einer kräftigen Mieterhöhung über einen Arbeitsplatzwechsel nachdenken würden. Unter den Jüngeren der 400 Berufstätigen, die PWC befragen ließ, ist der Anteil noch deutlich höher. „Für die Arbeitgeber sollte dieses Ergebnis alarmierend sein“, sagt Michael Burkhart, Leiter des PWC-Standorts Frankfurt. Um Talente trotz widriger Umstände zu halten, müssten sich die Unternehmen etwas einfallen lassen.

Lage spitzt sich zu

Als Beispiel nennt Burkhart eine Beteiligung an den Mietkosten oder an der Einrichtung des Arbeitsplatzes für die Arbeit von Zuhause. Er bringt auch Betriebswohnungen ins Spiel. Zumal sich die Situation nach Ansicht der Befragten noch verschärfen könnte. Knapp drei Viertel sehen angesichts der hohen Mieten jetzt schon ein Problem für Unternehmen, Fachkräfte zu finden und in der Region zu halten. 90 Prozent gehen davon aus, dass sich bei einem weiteren Anstieg der Mieten manche Berufsgruppen, etwa Pflegekräfte, Arbeitsplätze außerhalb der Städte suchen werden.

Als Grund für die Misere sehen die meisten Befragten nicht etwa einen Mangel an Bauland, sondern falsche Weichenstellungen der Politik. Die Hälfte sagt, die öffentliche Hand kümmere sich zu wenig um sozialen Wohnungsbau. Ebenso viele werfen der Politik vor, sie habe zu spät auf das Wohnungsproblem reagiert. 47 Prozent geben an, der Schwerpunkt der Investoren liege im Luxussegment.

Acht von zehn Befragten sehen durchaus Möglichkeiten, die Wohnungssituation zu verbessern. Dabei halten 90 Prozent Wohnungsbauprogramme mit stärkerem Schwerpunkt auf Mietwohnungen für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen für nötig.

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