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Wohnungsmarkt

Unterstützung gegen Mieterhöhung

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann will die Mieterhöhung bei der Nassauischen Heimstätte abwenden.

Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ruft den hessischen Minister für Wohnen, Tarek Al-Wazir (Grüne), dazu auf, die Mieterhöhung bei der Nassauischen Heimstätte in der Nordweststadt zurückzunehmen. „Es gibt eine andere, bessere Lösung“, sagte Feldmann. Viele Menschen spürten die Corona-Krise im Portemonnaie. Mieterhöhungen seien da das falsche Zeichen. Das gelte insbesondere für die Nassauische Heimstätte, die eine Vorbildfunktion habe, sagte er. Feldmann ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Nassauischen Heimstätte; Al-Wazir ist Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens, das mehrheitlich in Landesbesitz ist. Feldmann sagte, er habe das Thema schon im Dezember angesprochen.

Durch Druck aus der Politik könne die gesamte Mieterhöhung rückgängig gemacht werden, sagte Conny Petzold vom Mieterschutzverein „Mieter helfen Mietern“. Sie sieht auch gute Chancen, die Mieterhöhung zumindest in einigen Fällen abwenden zu können. Die Mieterhöhung für knapp 400 Mieterinnen und Mieter in der Nordweststadt während der Corona-Pandemie liegt zwischen einem Prozent pro Jahr und 15 Prozent für drei Jahre.

Petzold nahm am Donnerstagabend an einem Treffen von Mieterinnen und Mietern am Gerhart-Hauptmann-Ring teil. Dort hätten sich rund 30 Menschen versammelt Aus den Gesprächen sei hervorgegangen, dass Mieterinnen und Mieter von der Nassauischen Heimstätte vor der Mieterhöhung gebeten worden seien, ihre Einkommensverhältnisse offenzulegen. Manche hätten „aus sprachlichen Schwierigkeiten“ den Inhalt des Schreibens nicht voll erfasst. „Das sind nun teilweise die Fälle, bei denen die Miete um mehr als fünf Prozent steigen soll“, sagte Petzold.

Der wohnungspolitische Sprecher der Linken im Römer, Eyup Yilmaz, berichtete von einer Seniorin, die rund 50 Euro im Monat mehr zahlen solle, und nicht wisse, woher das Geld kommen solle. „Die arme Frau hat seit Tagen schlecht geschlafen“, sagt er. Die Nassauische Heimstätte darf laut Mietenstopp in den Jahren von 2019 bis 2023 die Mieten für Haushalte, deren Bruttoeinkommen unter 63 000 Euro im Jahr liegt, um höchstens ein Prozent pro Jahr erhöhen. Dem Unternehmen gehören in Frankfurt allein mehr als 16 000 Wohnungen.

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