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Frankfurt: Unterstützung für Wohnprojekte

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Von: Christoph Manus

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Robin Mohr gehört zum Gründungsteam für eine Dachgenossenschaft, die in Frankfurt und Rhein-Main Häuser bauen und kaufen will.
Robin Mohr gehört zum Gründungsteam für eine Dachgenossenschaft, die in Frankfurt und Rhein-Main Häuser bauen und kaufen will. © Peter Jülich

Eine neue Dachgenossenschaft könnte bald beginnen, in Frankfurt für gemeinschaftliche Gruppe Häuser zu bauen und zu verwalten.

In Frankfurt steht eine Genossenschaft vor der Gründung, die dem Bau von gemeinschaftlichen Wohnprojekten im besten Fall einen großen Schub geben könnte. Die geplante „Dachgeno Rhein-Main“ will gemeinschaftlichen Wohnprojekten bei der Realisierung helfen, von der Planung über den Bau oder die Sanierung von Häusern bis zur Verwaltung. Sie hat zudem vor, Wohnhäuser aufzukaufen, um es möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, langfristig sicher, bezahlbar und gemeinschaftlich zu leben.

Die Nachfrage nach gemeinschaftlichen Wohnformen sei hoch und steige an, sagt Robin Mohr, der zum Gründungsteam der Dachgenossenschaft gehört. Ein Wohnprojekt zu realisieren sei aber unglaublich viel Arbeit. Viele der ehrenamtlich tätigen Gruppen bräuchten Hilfe, etwa bei Finanzangelegenheiten. Und genau dabei könne die Dachgenossenschaft helfen.

Gründungsteam sucht noch Menschen, die mitwirken wollen, und Geldgeber

Prinzipiell könnte die Genossenschaft rasch gegründet werden. Bei der Arbeit an der Satzung etwa sei man schon weit gekommen, sagt Mohr. Zunächst will die Gruppe aus bis zu zehn Aktiven, von denen die meisten selbst in Wohnprojekten leben oder beruflich im Bereich der gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung tätig sind, ihre Idee aber in die Frankfurter Stadtgesellschaft tragen. Ein Diskussionsabend am Dienstagabend im Atelierhaus Basis soll erst der Anfang gewesen sein. „Wir brauchen noch mehr aktive Leute“, sagt Mohr.

Podiumsdiskussion

Mit gemeinschaftlichen und genossenschaftlichem Wohnen befasst sich eine Diskussionsrunde, zu der die Frankfurter SPD für Mittwoch, 1. Februar, 19 Uhr, ins Internationale Theater, Hanauer Landstraße 5-7, in der Zoo-Passage einlädt. Es geht etwa um die Möglichkeiten und Probleme von Genossenschaften, „Wohnraum jenseits der Rendite“ zu schaffen und die Forderung nach mehr Unterstützung für diese Vorhaben.

Auf dem Podium sprechen Planungsdezernent und OB-Kandidat Mike Josef (SPD), Robin Mohr von der genossenschaftlichen Immobilienagentur Gima, Birgit Kasper vom Netzwerk für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen und Cora Lehnert von der Wohnungsgenossenschaft in Frankfurt. Die Landtagskandidatinnen Katharina Stier und Stefanie Minkley moderieren. cm

Gut gebrauchen kann die Gruppe zudem Menschen, die das Vorhaben finanziell unterstützen können. Denn die Genossenschaft hat sehr ambitionierte Pläne, für die sie professionelle Strukturen schaffen, also Leute einstellen will. Möglichst schon in diesem Jahr soll das erste Bauprojekt der Dachgenossenschaft beginnen. Ziel sei es, von da an jedes Jahr ein Vorhaben zu stemmen, macht Mohr klar, der beruflich für die genossenschaftliche Immobilienagentur Gima tätig ist. Es gebe schließlich ein reges Interesse von Gruppen für professionelle Unterstützung bei Gründung, Bau und Verwaltung.

In Frankfurt haben bereits Traditionsgenossenschaften für Wohnprojekte gebaut; auch die städtische Wohnungsgesellschaft ABG ist für solche Gruppen als Dienstleister tätig gewesen und tätig. Mohr hält das für kein Problem. Die Ansätze seien unterschiedlich und der Markt groß genug. Um das gemeinschaftliche Wohnen voranzutreiben, brauche es viele „Player“.

Mehr zum Projekt gibt es unter www.dachgeno.de

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