Unterliederbach

Stadt veröffentlicht Parkstadt-Pläne

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Nördlich von Silobad und Ballsporthalle sollen in Unterliederbach 1000 neue Wohnungen entstehen. 

Die Stadt hat den neuen Bebauungsplan für das Areal Parkstadt II veröffentlicht. Zwischen Hunsrück- und Silostraße, hinter Silobad, Ballsporthalle und Hortensienring, sollen 1000 neue Wohnungen entstehen. Rund 18 Hektar ist die Fläche groß. Zwei Kindertagesstätten soll es geben. Der Nordosten der Fläche ist als Untersuchungsraum für eine Grundschule gekennzeichnet.

Die Häuser sollen drei- bis viergeschossig sein, an „städtebaulich markanten Punkten“ auch mit fünf Geschossen aufwarten. 30 Prozent der Wohnungen sollen gefördert sein. Die Planer betonen, dass sie mit dem Geschosswohnbau verantwortungsbewusst mit der Ressource Boden umgehen, höhere Häuser schaffen mehr Platz für Grünflächen.

Das zusätzliche Verkehrsaufkommen sei über das bestehende Netz ohne größere Eingriffe zu leiten, finden die Planer weiter. Zu einer Westumgehung Unterliederbach äußern sie sich nicht. Die wünschen sich Teile des Ortsbeirats 6 seit Jahren. Auch in der kommenden Sitzung findet sich eine entsprechende Frage des Gremiums auf der Tagesordnung.

Die Zufahrt zur Parkstadt II erfolgt über den Hortensienring, zwischen Silobad und Ballsporthalle wird es eine Verbindung zur Silostraße geben. Das Wohngebiet liegt in der Nähe des S-Bahnhofs Farbwerke und des Unterliederbacher Bahnhofs, an dem die Frank-Königsteiner Eisenbahn verkehrt. Außerdem sollen Busse durch die Parkstadt fahren. Die Straßen werden breit genug geplant, so die Planer. Außerdem will die Stadt prüfen, wie die Tramlinie 11 bis ins Silogebiet zu verlängern wäre. Erste Ergebnisse dieser Gedanken sollen bereits im Frühjahr 2019 vorliegen.

Der Bebauungsplan trägt die Nummer 926, er ist ein Teilstück des noch größeren Bebauungsplans 824. Der ist seit 2001 im Geschäftsgang, es ist also weiteres Wachstum zu erwarten. Allerdings muss die Stadt zunächst beim Regionalverband Frankfurt Rhein-Main die Änderung des Regionalen Flächennutzungsplanes erwirken. Der weist das Gebiet Parkstadt II als „Vorranggebiet für Landwirtschaft“ und „Vorhaltsgebiet für besondere Klimafunktion“ aus.

Vor 2010 ist dort aber Wohnbau verzeichnet gewesen, so die Stadt. Den konnten die Planer wegen der Seveso-Richtlinie nicht umsetzen – Wohnen und chemische Industrie müssen Abstand voneinander halten. Darum hat der Regionalverband dort Landwirtschaft verortet. Anfang 2018 haben sich aber Stadt und Industrie auf neue Abstände geeinigt. 500 Meter sollen es sein. Nun wäre Wohnungsbau möglich. 

Der Ortsbeirat 6tagt am Dienstag, 19. Februar, 17 Uhr, in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Höchst, Bolongarostraße 110. Die Unterliederbacher CDU bietet eine gesonderte Sprechstunde zur Parkstadt-Planung an, am Mittwoch, 27. Februar, 19.30Uhr, in der Gaststätte „Zur alten Scheune“, Wartburgstraße 4.

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