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Frankfurt University of Applied Sciences: Mehr Platz für Studierende

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Von: Kathrin Rosendorff

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Gebäude Nummer 10: Das neue Mehrzweckgebäude ist erst der Anfang der Campusneugestaltung am Nibelungenplatz.
Gebäude Nummer 10: Das neue Mehrzweckgebäude ist erst der Anfang der Campusneugestaltung am Nibelungenplatz. © Renate Hoyer

Nach zwei Jahren Bauzeit ist das neue Seminar- und Mehrzweckgebäude an der Frankfurt University of Applied Sciences fertig und ab Wintersemester können hier nicht nur Studierende im neuen Gebäude lernen und forschen. Die Mehrzweckhalle dient auch dem Hochschulsport und öffentliche Diskussionsforen.

Auf dem Campus der Frankfurt University of Applied Sciences gibt ein rauchender Herr freundlich Auskunft, wo das neue Seminar- und Mehrzweckgebäude der Hochschule „Gebäude 10“ zu finden ist: „Sehen Sie da hinten, das Gebäude, das ein bisschen wie ein UFO aussieht. Das ist es.“

Eine Schlange bildet sich schon davor, denn nicht nur Staatssekretärin Ayse Asar (Grüne) ist zur offiziellen Eröffnung am Freitagvormittag angereist, auch Mitarbeitende der Hochschule, Studierende und Nachbar:innen sind neugierig, das Gebäude nach zwei Jahren Bauzeit von innen zu sehen. Auf weißen Stühlen nehmen die Gäste im Erdgeschoss in der Mehrzweckhalle Platz, unweit von ihnen ist ein Basketballkorb, von der Decke hängen Turnringe.

Denn das Gebäude dient nicht nur als Ort für Studium, Lehre und Forschung, das überwiegend vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit ab dem Wintersemester Mitte Oktober genutzt wird. Auch der Hochschulsport zieht hier ein. Im Keller gibt es Umkleiden und Duschen, wie später Kanzler Bert Albers, der seit 2016 in die Planung des Gebäudes stark involviert war, später bei einer Führung zeigen wird. 3900 Quadratmeter Nutzfläche stehen insgesamt zur Verfügung.

„Die Fertigstellung unseres neuen Seminar- und Mehrzweckgebäudes ist ein Meilenstein für die Weiterentwicklung der Frankfurt University of Applied Sciences zu einer der modernsten Hochschulen für angewandte Wissenschaften und somit ein starkes Signal des Aufbruchs“, sagt René Thiele, der geschäftsführende Präsident. Der Neubau ist seit 2006 die erste bauliche Veränderung auf dem in die Jahre gekommenen und beengten Campus am Nibelungenplatz. 31 Millionen Euro aus dem gemeinsam von Bund und Land finanzierten Hochschulpakt 2020 – INVEST Phase III gab es, um die Campusgestaltung an den enormen Studierendenzuwachs in den vergangenen Jahren anzupassen. Im Sommersemester hatte die Hochschule rund 15 000 Studierende.

Für die Gäste in der Mehrzweckhalle gibt es einen Videoclip, der den Fortschritt des Baus in allen Jahreszeiten im Schnelldurchlauf zeigt. Die Zuschauer:innen jubeln und klatschen, als wären sie bei einem Popkonzert. „Der Primärenergiebedarf liegt um 30 Prozent niedriger, als die gesetzlichen energetischen Mindestanforderungen es verlangen“, sagt Thiele stolz. Später dürfen die Gäste durchs Gebäude durchlaufen. Die Räume sind lichtdurchflutet, meist mit weißen Tischen und Stühlen: In den oberen Ebenen von „Gebäude 10“ gibt es 25 Büroräume (im vierten Stock mit super Skyline-Blick), 18 Seminar- und Gruppenräume in unterschiedlichen Größen und zwei Multifunktionsräume. Das Untergeschoss wird auch für das Hochschularchiv sowie Technikflächen genutzt.

Die Mehrzweckhalle trägt zu Ehren des 2018 verstorbenen Gründungsrektors der Fachhochschule Frankfurt, so hieß sie 1971, den Namen „Johannes-Uthoff-Halle“. Sein Enkel Ralf Schart (41) ist sehr gerührt: „Mein Großvater hat 100 Meter weiter auf dem Campus in einem Haus gelebt.“ In der Mehrzweckhalle sollen wissenschaftliche Kongresse, internationale Tagungen und öffentliche Diskussionsforen stattfinden

Da weiter ein großer Bedarf an Lehr- und Forschungsflächen besteht, sind auch für die Gebäude 7 und 8 Ersatzneubauten vorgesehen. Dafür sind aus dem hessischen Hochschulbauprogramm Heureka weitere 85 Millionen Euro zugesichert.

Die Seminarräume sind lichtdurchflutet.
Die Seminarräume sind lichtdurchflutet. © Renate Hoyer

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